Hamburger Architektur Sommer 2019

A.P. Astra - Flagship (Hamburg)

Architektur Sommer Hamburg 2019

Der Mensch als Maßstab

Der Hamburger Architektur Sommer ist Plattform für eine Vielzahl von Veranstaltungen und Formaten zu Architektur, Landschaftsarchitektur, Innenarchitektur, Stadtentwicklung und Ingenieurbau unter Einbeziehung aller künstlerischen Disziplinen. Und bildet - ganz im Zeichen von Bauhaus und Moderne -  von Mai bis Juli 2019 den Rahmen für das Hamburger Programm zu 100 Jahren Bauhaus. Die Hamburger Kunstszene in den 1920er und frühen 1930er Jahren war bunt, experimentierfreudig, politisch, gattungs- und grenzüberschreitend. Das historische Bauhaus residierte nicht in Hamburg, doch nach 1945 gab es keine Kunstschule in Deutschland, in der mehr ehemalige Bauhäusler tätig waren als an der Hamburger Landeskunstschule, der späteren Hochschule für bildende Künste. Heute sind auch HafenCity und Philharmonie weltweit bekannte Meilensteine der Architektur in Hamburg.  (Abb. A.P. Astra)

Programm

Internationale Positionen zeitgenössischer Kunst

Kunstsommer

Die zweite Biennale und 12. OSTRALE widmet sich ab von Juni bis September 2019 der künstlerischen Auseinandersetzung einer Auswahl von acht verschiedenen "Ismen":Ideologismus, Terrorismus, Territorialismus, Naturalismus, Feminismus, Animismus, Konsumismus und Dystopismus. Ismen werden am häufigsten als Dogmen, Konfrontation, künstlerische Kategorien oder soziale Werte eingesetzt. Sie sind immer von Menschen gemacht und unterscheiden sich auch von anderen Weltbildern. Trotzdem oder möglicherweise sogar aufgrund dieser Kraft des individuellen Geistes und der kollektiven Bindungen können „Ismen" auch als eine Form von „Freiheit" betrachtet werden, um Werte neu zu definieren oder den dogmatischen Interessen der Macht zu dienen. In diesem breiteren Kontext sticht mit "WomanIsm" auch ein besonderes Projekt in Kooperation mit afrikanischen Künstlerinnen heraus, die geeignet ist neue Perspektive in den Diskurs in den jeweiligen Diskurs zu bringen. Es werden Beiträge von über 300 Künstlerinnen aus über 20 Ländern gezeigt.

Dresden, verschiedene Veranstaltungsorte.

Internationaler Friedenspreis in Dresden für Kim Phuc Phan Thi

Phan Thi Kim Phúc, Ikone der Anti-Kriegsbewegung

Friedenspreis Dresden

Wenige kennen ihren Namen, aber nahezu jeder ihr Bild.

Ein kleines, von Napalm verbranntes Kind, das nackt und schreiend über eine vietnamesische Straße läuft. Seither ist die heute 55-Jährige Kim Phuc Phan Thi das „Mädchen auf dem Foto“ oder „Das Napalm-Girl“. Sie engagiert sich ehrenamtlich als Goodwill-Botschafterin der UNESCO, gründete eine Stiftung für vom Krieg versehrte Kinder und spricht jedes Jahr vor Tausenden Menschen. Und man hört ihr zu,  wenn ausgerechnet sie, die noch heute an Schmerzen von der damaligen Napalm-Attacke leidet, von Versöhnung spricht, ohne die es keinen Frieden geben kann. Sie ist ein mahnendes Beispiel sich jeglichem Hass zu verweigern. Ein Zeugnis von absolut menschlicher Größe gerade in Zeiten eines immer mehr um sich greifenden Hasses.

Kim Phuc Phan Thi – das Napalm Girl

Mit dem 10. Internationalen Friedenspreis „Dresden-Preis“ wird in der Dresdner Semperoper Kim Phuc Phan Thi, das sogenannte „Napalm girl“,  geehrt.
Die Preisverleihung ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der Organisation Friends of Dresden Deutschland e.V.  und der Semperoper Dresden.

11. Februar 2019 in der Semperoper Dresden

Musik:  Mike Yung (USA) – 37 Jahre lang sang er in der New Yorker U-Bahn, bis er vor zwei Jahren entdeckt und berühmt wurde.
Moderation:  Jakob Augstein, Hamburg (Publizist und Verleger)

Eintrittskarten zum Preis von 10 Euro (Schüler/Studenten ermäßigt 5 Euro) sind erhältlich beim Besucherdienst der Semperoper oder über bestellung@semperoper.de