HUMOR NACH #METOO

BEING LAID UP WAS NO EXCUSE FOR NOT MAKING ART

(c)Kunstverein Hamburg - Lerato Shadi

(c) Kunstverein Hamburg

Kunstverein in Hamburg
in Zusammenarbeit mit dem Kurzfilm Festival Hamburg      

Teilnehmende KünstlerInnen: Sarah Abu Abdallah, Pauline Curnier Jardin, Katrina Daschner, Nazli Dincel, Cordula Ditz, VALIE EXPORT, Chris Hegedus, Luise Helm, Fabian Hesse, Kerstin Honeit, Sarah Jacobson, RP Kahl, Matt Kazmann, Helene Kummer, Dörte F. Meyer, D.A. Pennebaker, Laure Prouvost, Jennifer Reeder, Kathrin Resetarits, Pipilotti Rist, Isabella Rossellini, Susanne Sachsse, Jessica Swale, Athina Rachel Tsangari, Tatjana Turanskyj, Saralisa Volm und Vanessa Stern. Kuratorin: Bettina Steinbrügge.

Wie die meisten Bereiche unseres Lebens hat auch die Kunst- und Kulturszene in den vergangenen Monaten erheblich unter der Corona-Krise gelitten und tut es noch. In einer Umbruchphase wie dieser liegt allerdings auch die Chance begründet, die eigenen Arbeitsweisen zu überdenken und neue Möglichkeiten der Kunstpräsentation zu entwickeln.
In Zusammenarbeit mit dem Kurzfilm Festival Hamburg werden als deutliches Zeichen und erlebbares Gefühl das Zusammenrücken und das Zeigen von Solidarität aller Kunstschaffenden vermittelt. Der Kunstverein in Hamburg setzt mit der experimentellen Ausstellungsserie BEING LAID UP WAS NO EXCUSE FOR NOT MAKING ART ein solches Zeichen der Solidarität: In zwei Kapiteln sind ProtagonistInnen aus verschiedenen Bereichen der Hamburger Kunst- und Kulturszene über den Sommer eingeladen, ihre Arbeiten gemeinsam mit vielen internationalen KollegInnen zu präsentieren. Die Besucher können sich auf überraschende Einblicke in dieses aktuelle Kunstgeschehen freuen.

HUMOR NACH #METOO  27.6. – 11.10.2020

Das erste Kapitel der Ausstellungsserie fragt nach der Notwendigkeit eines Kulturwandels, ohne sich jedoch Dogmen zu verschreiben. Dreh- und Angelpunkt ist die ganz simple Frage: Was ist eigentlich lustig, und wie geht es weiter? - Humor nach #MeToo: Worüber wollen wir lachen? Was brauchen wir? Wie möchten wir miteinander leben und was bedarf es dafür? Gerade auch in Zeiten von Kontaktbeschränkungen stellt sich diese Frage neu. In Installationen, Filmvorführungen, Performances und Gesprächen über verschiedene Generationen hinaus sollen gemeinsam Gesellschaftsformen diskutiert werden.

CORONA SOUND SYSTEM  22.8. – 11.10.2020

Die experimentelle Ausstellung Corona Sound System lässt die Hörerfahrung in den Vordergrund treten und verändert dabei auch das visuelle Erleben. Was ist/kann der Ausstellungsraum im Kontext von Sound? Im leeren Raum mit weißen Wänden in einer funktionierenden Ausstellungsarchitektur gibt es verstreut im gebotenen Abstand Sitzgelegenheiten.
Im Corona Sound System arbeiten u.a. Schwabinggrad Ballett & Arrivati an einer Audio-Installation, die Positionen, Stimmen, Mythen und Analysen aus dem globalen Süden und den sozialen Peripherien komponiert. Das Hamburger Kollektiv aus Kulturschaffenden, AktivistInnen, People of Color und Geflüchteten erörtert mit Vertrauensleuten weltweit die Pandemie. Es geht um Fragen wie: Was ist eigentlich besorgniserregender als das Virus? Und warum? Wer macht sich das Virus zunutze? Wer sind die Experten für das Virus? Was macht sie zu Experten? Was wird das neue Normal sein?  Das ist der Ausgangspunkt, dem andere Töne folgen, die in verschiedene Richtungen senden, die zum Nachdenken anregen oder Aufrütteln möchten. Dies soll mit gebotener Leichtigkeit präsentiert werden. Vielleicht kann auch getanzt werden.

Verschwörungstheorien

Heinz Zolper, Kain 70-1. Global Galleries

(c) Heinz Zolper, Kain 70-1 - Artforum Editions. Global Galleries

Auch in Corona-Zeiten kursieren zahlreiche Verschwörungstheorien.
Was steckt dahinter? 

Verschwörungstheorien sind ein sozio-psychologisches Phänomen, dass im weitesten Sinne den Versuch bezeichnet, einen Zustand, ein Ereignis oder eine Entwicklung durch eine Verschwörung zu erklären; also durch das zielgerichtete, geheime Wirken einer meist kleinen Gruppe von Personen zum Schaden einiger oder vieler in der Gesellschaft. Auch im Fall des Corona-Virus kursieren zahlreiche Verschwörungstheorien. Gemeinhin werden sie in der Öffentlichkeit im Sinne von Ideologien verstanden, die letztlich eine kritische Auseinandersetzung nicht befördern, sondern behindern.

Soweit Verschwörungstheorien jedoch auf rationalen und prüfbaren Aussagen oder Fragestellungen beruhen, sollte man richtigerweise von Verschwörungshypothesen sprechen. In diesem Sinne stellen sie in Form einer logischen Aussage eine zu prüfende Annahme dar, deren Gültigkeit man zwar für möglich hält, die aber bisher nicht bewiesen ist. 
Hypothesen sind grundsätzlich nichts Negatives, ganz im Gegenteil - sie snd Grundlage jeder Wissenschaft. Und sie fordern da Raum, wo Wissen fehlt bzw. nicht zugänglich ist. In einer logischen Darstellung ist eine Hypothese die Prämisse eines Arguments, dessenen Wahrheitsgehalt tatsächlich zunächst ausgeklammert wird. Zur Klärung der Hypothese braucht es in den Naturwissenschaften empirische Forschung.

Offene Fragen

So sind auch in Zeiten von Corona bisher zahlreiche Fragen offen bzw. durchaus kontrovers, u.a.:
- Warum wird lange Zeit von Schutzmasken für die Bevölkerung abgeraten, anstatt offen ein Vorsorgungsversäumnis zu zugeben?
- Warum sind freier Aufenthalt an frischer Luft (sogar im Wald, Gebirge, Meer) untersagt, im Supermarkt jedoch von Bezirk zu Bezirk, von Staat zu Staat unterschiedlich und damit z.B.  SupermarktkassierInnen und Kunden ungeschützt?
- Warum werden vor allem in Staaten, wo es mit Krankheiten durch Aerosole (seien es Viren oder Emissionen) langjährige Erfahrungen gibt, Masken verordnet und getragen - in Europa  z.B. über diese Frage noch nicht einmal zu einer gemeinsamen Einsicht gefunden?

Es gibt weitere offene Fragen. Wir können an dieser Stelle selbstverständlich keine qualifizierten Antworten geben, möchten vor Verschwörungsideologien sogar ausdrücklich warnen.
Vielleicht helfen jedoch unsere Hinweise - und unsere Anleitungen - die Problematik wenigstens etwas besser zu verstehen und uns alle besser zu schützen.

Erfundene oder geglaubte Wahrheiten?

Wenn man nicht mehr alles mit dem Wirken eines allmächtigen Gottes erklären kann, wächst die Neigung, unerfreuliche Phänomene dunklen Machenschaften einer Verschwörergruppe zuzuschreiben - „ irgendjemand muss ja dafür verantwortlich sein“. Dies erscheint dann als einziger Lösungsweg aus eigener Unkenntnis und Verantwortung. Verschwörungstheorien im Sinne von Hypothesen sind in diesem Sinne  in erster Linie als Krisensymptome zu verstehen angesichts eines Zustandes des Nichtwissens. Der Zustand des Nichtwissens führt wiederum zu Angst. Ängste sind ein natürliches Grundgefühl, man sollte sie deshalb auch ernstnehmen. Sie sind nicht per se krank, aber sie können krank machen, wenn man sich nicht mit ihnen auseinandersetz(t)n kann.

Gewalt – nach innen und/oder nach außen -  kann eine Folge der Angst sein und damit auch eine logische Konsequenz von Verschwörungstendenzen: Wenn die Bedrohung durch eine als übermächtig vorgestellte Macht so groß ist und wenn es noch aufgrund einer ideologischen Selbstabdichtung keinerlei Mittel gibt, eine Angst machende Vorstellung zu widerlegen, dann wird vielleicht jedes erreichbare Mittel recht sein, sich ihrer zu erwehren.

Ängste gilt es deshalb sehr ernst zu nehmen. Ein Ausweg aus der Ohnmacht kann nur Wissen liefern durch umfassende Transparenz und Aufklärung. Denn Wissen ist das beste Mittel, um zu Lösungen zu gelangen. Einen Zustand allwissender Wahrheit wird es dennoch nicht geben. Denn Wissen bedeutet noch nicht Wahrheit. Jede Forschung kann nur Wissen schaffen, die Wahrheit hingegen können wir nur glauben*.  Wahrheiten lassen sich letztlich auch nicht durch Disziplinierung des Sagbaren unterdrücken, sondern nur durch einen Zugang zu möglichst vielfältigem Wissen und dessen Akzeptanz.

* Empfehlenswert für einen grundlegenden Einblick in das Phänomen „Geglaubte Wahrheiten“ ist die gleichnamige Veröffentlichung als Beitrag zur Philosophie der Fotografie bei ArtForum Editions I KulturPlusMedien. Bestellung online unter: winterstiftung(at)web.de.

(PM)

Bleiben Sie gesund !

 

Hamburger Stiftungen

Hamburg - Stadt der Stiftungen

Hamburger Stiftungen

(c) Hamburger Stiftungstage

Hamburg ist eine wirtschaftlich prosperierende Stadt. Auch in Bezug auf Stiftungsengagement ist die Hansestadt Spit­zen­rei­ter in Deutschland, denn kein an­de­res Bun­des­land zählt so viele  Stif­tun­gen pro 100.000 Ein­woh­ner. Stif­ten hat in Ham­burg Tra­di­ti­on: Die äl­tes­te Ham­bur­ger Stif­tung wurde 1227 ge­grün­det. Auch heute sind Stif­tun­gen wir­kungs­vol­le Ak­teu­re der Zi­vil­ge­sell­schaft, die ge­mein­nüt­zi­ge Pro­jek­te ver­wirk­li­chen, zur Lö­sung von ge­sell­­schaft­li­chen Pro­­ble­men bei­tra­gen, kulturelle Aufgaben übernehmen und Zu­kunft ge­stal­ten. 

Das Stiftungsbüro Hamburg ist ein Kooperationsprojekt Hamburger Stiftungen zur Sichtbarmachung der Arbeit von Hamburger Stiftungen und der Stiftungsidee. Als Kommunikations- und Veranstaltungsbüro koordiniert das Stiftungsbüro die Thementage für Hamburger Stiftungen sowie die Hamburger Stiftungstage. Informationen zur Winter Stiftung finden Sie auf der Website Hamburger-Stiftungen.de

6. HAMBURGER STIFTUNGSTAGE
9.-14. Juni 2020

Zum sechsten Mal veranstaltet die Hamburger Stiftungen die Aktionstage – auch in 2020 mit einem dezentralen Veranstaltungsprogramm. Mit den Hamburger Stiftungstagen soll der Austausch zwischen Stiftungen und der Öffentlichkeit vertieft und auf das vielfältige Wirken von Stiftungen  hingewiesen werden. Schwerpunktthema: Nachhaltigkeit.

Kunstszene Griechenland

Art Thessaloniki

Art Thessaloniki -  P. Tanimanidis Exhibition at Artforum (c) ArtExpert network

Art Thessaloniki - P. Tanimanidis Exhibition at Artforum (c) ArtExpert network

Erneut nutzen die Macher der griechischen Kunstmesse Art Thessaloniki die Chance, die verbindende Kraft der Kunst zu demonstrieren.  Gerade in Zeiten großer Migrationsbewegungen  - und Griechenland ist einer der besonders betroffenen Frontstaaten - ist die Bedeutung kulturellen Austausches nicht hoch genug einzuschätzen. So wird aktuelle zeitgenössische Kunst u.a. aus den USA, aus Osteuropa, Italien, der Türkei, dem Nahen Osten sowie natürlich aus Griechenland einvernehmlich in einen spannungsreichen Zusammenhang gestellt. Insgesamt nehmen Galerien aus 11 Staaten teil.  Bezeichnet ist die konsequente Öffnung zum Nachbarn Türkei, die ab diesem Jahr zu einer Kooperation mit der Art Ankara führt. Ergänzt wird das Programm der Messe, die sich bereits seit Jahren unter dem künstlerischen Leiter Pantelis Tsatsis zu einer wichtigen kulturellen Plattform entwickelt, durch Beteiligungen klassischer Moderne ( Unexpected Dialogue - Picasso & Jankulovsky), Ausstellungsbeteiligungen (Osten Museum, Skopje) , gemeinsame Pojektveranstaltungen ( Photography Center of Thessaloniki, Arte  Des-generado collective). Wie in den Jahren Zuvor unterstützt die Winter Stiftung das kulturelle Engagement.

Es gehört zur Tradition dieser Veranstaltung jährlich einen Künstler für seine besondere Lebensleistung zu ehren. Verbunden ist dies jeweils mit einer besonderen Ausstellung. Träger des diesjährigen Art Thessaloni-Preises ist der Billy Zane, der damit für sein grenzüberschreitendes Oeuvre geehrt wird.  Zane wurde in Chicago als Sohn griechischer Einwanderer geboren. Bereits in frühen Jahren wird seine Interesse für Malerei und Theater geweckt.  Bekannt wurde er auch durch seine Darstellungen in Filme wie "Back to the Future"(1985) und "Titanic" (1997). Er ist als Maler, Schauspieler und Regisseur aktiv. 

21. - 24.11.2019 I Ort: Thessaloniki, Greece, International Exhibition & Congress Centre

About Music Photography

George DuBose: Ausstellungen und Events

RAMONES CONVENTION – WARDOGS, ANDEAD, RINGO

Musik hat die Welt unauslöschlich geprägt.  Die siebte Ausgabe der Ramones Convention feiert noch einmal die Band, die ein Genre erfunden hat. Ramones gilt als die größte Band der New Yorker Punkrock-Bewegung und eine der einflussreichsten Gruppen des Genres überhaupt.

Im Rahmen dieser Großveranstaltung werden alle Cover, die George Dubose für die Kultbad RAMONES fotografierte und gestaltete ausgestellt. DuBose gilt als einer der bedeutendsten Künstler- und Musikfotografen weltweit. Eine Pop-Up Expo zeigt eine Ausstellung mit hundert berühmten Ramones-Bildern im Großformat, die extra für diese Großveranstaltung geschaffen wurden und die die Teilnehmer am Ende des Abends kostenlos mit nach Hause nehmen können.

LIVE 16.11.2019 I Ort: ALCATRAZ. Milano I Eintritt ab 20:00 Uhr, 10 EUR

Video-Information

 

ROCK PHOTOGRAPHY JAPAN
Post Beatles; Iconic Images of Classic Rock and Newly Emerging Punk Music from the 70s and 80s.

Ausstellung im RicohImaging Square Ginza, mitten im Herzen von Tokio.  Arbeiten von George Dubose werden in der Galerie (8.Etage) präsentiert.

18.12.2019 - 19.01.2020 I Ort: 5-7-2 Ginza, Chuo-ku, Tokyo, Sanai Dream Center 8F/ 9F 

 

WERKE VON GEORGE DUBOSE AUF INTERNATIONALEN RECORD FAIRS

Works by George dubose will be exhibited  and offered for sale at some of the world biggest record fairs:

November 16 & 17, 2019
52nd Mega Record & CD Fair | Jaarbeurs Utrecht 

January 18, 2020
Record & CD Fair | RAI Amsterdam

April 18 & 19, 2020
53rd Mega Record & CD Fair | Jaarbeurs Utrecht 

November 14 & 15, 2020
54th Mega Record & CD Fair | Jaarbeurs Utrecht

 

 

Internationale Positionen zeitgenössischer Kunst

Kunstsommer

(c) Ostrale Biennale I Anya Janssen, People Say I’m Different 4

(c) Ostrale Biennale I Anya Janssen, People Say I’m Different 4

Die zweite Biennale und 12. OSTRALE widmet sich ab von Juni bis September 2019 der künstlerischen Auseinandersetzung einer Auswahl von acht verschiedenen "Ismen":Ideologismus, Terrorismus, Territorialismus, Naturalismus, Feminismus, Animismus, Konsumismus und Dystopismus. Ismen werden am häufigsten als Dogmen, Konfrontation, künstlerische Kategorien oder soziale Werte eingesetzt. Sie sind immer von Menschen gemacht und unterscheiden sich auch von anderen Weltbildern. Trotzdem oder möglicherweise sogar aufgrund dieser Kraft des individuellen Geistes und der kollektiven Bindungen können „Ismen" auch als eine Form von „Freiheit" betrachtet werden, um Werte neu zu definieren oder den dogmatischen Interessen der Macht zu dienen. In diesem breiteren Kontext sticht mit "WomanIsm" auch ein besonderes Projekt in Kooperation mit afrikanischen Künstlerinnen heraus, die geeignet ist neue Perspektive in den Diskurs in den jeweiligen Diskurs zu bringen. Es werden Beiträge von über 300 Künstlerinnen aus über 20 Ländern gezeigt.

Dresden, verschiedene Veranstaltungsorte.