Feminismus- und Genderdiskussion

HEINZ ZOLPER: DAMEN - KULT

Damen-Kult. Heinz Zolper

(c) Heinz Zolper, Damen-Kult. Bundesbild V

Bereits die frühen Ideen des europäischen Feminismus proklamierten nichts anderes als die Menschenrechte. Scheinbar Selbstverständliches ist nicht nur in den mittelalterlichen Vorstellungen arabischer Kulturen ein schwarzes Loch, sondern auch in unseren modernen Gesellschaften oftmals nicht über die Feigenblattattidüde hinausgewachsen.  Ein Künstler, der sich eingehend mit dem Thema 'Freiheit und Recht' und ganz besonders mit 'weiblicher Freiheit' beschäftigt hat, ist Heinz Zolper. Mit seinem Zeichen der "Dame" wirkt er wie kaum ein anderer Künstler auf die Bewusstseinsmachung einer immer noch unerfüllten Notwendigkeit hin. Seine "Dame"- Bildnisse und Skulpturen stehen für eine geistige und gesellschaftliche Haltung, die seiner Kunst in Permanenz den Status der Avantgarde zusprechen darf.

Im Kunstsalon der Rechtsanwältin und Malerin Jana Dettmer, Dettmer art projects Köln,  wird in Zusammenarbeit mit der Winter Stiftung dieser besondere Aspekt in Zolpers Schaffen in einer Kabinettausstellung präsentiert.
Gezeigt werden Grafiken, Malerei und Skulpturentwürfe. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (15 EUR).

Vernissage Donnerstag, 30.01.2020, 18:30.
Ausstellung 30. Januar - 19. Februar 2020, verlängert bis zum 25. Februar 2020.

KunstStücke by Dettmer art projects. Stammheimer Straße 15 (Nähe Botanischer Garten), 50735  Köln 

 

In search for solidarity

Oscar Murillo im Kunstverein Hamburg

Oscar Murillo im Kunstverein Hamburg (c).

Große Installation von Oscar Murillo im Hamburger Kunstverein

Der kolumbianische Künstler Oscar Murillo (*1986 in La Paíla) beschäftigt sich in seiner Ausstellung im Kunstverein Hamburg mit dem Thema prekärer Arbeit und dem,  was er unter Solidarität versteht. Primär in der Malerei beheimatet und am ästhetischen Diskurs interessiert –  sprengt er eben diesen Rahmen, wenn er in der großen Halle des Kunstvereins eine Agora installiert, die dem ungebrochenen Glauben des Künstlers an einen geografischen, kulturellen und gesellschaftspolitischen Zusammenhalt Ausdruck verleiht.In Horizontal Darkness in Search of Solidarity treffen große, aus verschiedenen Stücken zusammengenähte Leinwände aus der manifestation Serie auf die effigies (Bildnisse), ausgestopfte Puppen, die die einfachen Leute aus La Paíla, Murillos Heimatstadt, symbolisieren. Verschiedene Tribünen, die auch im Rahmen des Begleitprogramms genutzt werden, laden die Besucher zum Hinsetzen ein, um von dort aus das Geschehen zu betrachten und die Agora als Ort der Debatte wahrzunehmen. Neben Leinwandarbeiten und Zeichnungen zeigt die Ausstellung auch mehrere Videoarbeiten Murillos, die das Thema Mobilität und den ewigen Zustand des Wandels untersuchen. Die Fenster, die er von Handwerkern aus Aserbaidschan in traditioneller Buntglastechnik hat anfertigen lassen, bestehen aus verrostetem Blech aus abgewirtschafteten Fabriken und symbolisieren den Globalisierungsschrott unserer Zeit.  Die verschiedenen Materialien und Prozesse beleuchten das Thema körperlicher Arbeit und hinterfragen die Bedeutung von Migration, Gemeinschaft, Austausch und Handel in der heutigen globalisierten Welt.

Kunstverein Hamburg, Ausstellung vom 09.11.2019 - 26.01.2020

Am Wochenende des 24. und 25. Januar 2020 findet ein künstlerisches Feedback zur Ausstellung statt. In Search of Maintained Solidarity: A Frame for the No Longer Visible ist ein aus Vorträgen, Diskussionen, Performances und musikalischen und dichterischen Beiträgen bestehendes Programm.

 

Prinzip des Bösen

(c)Heinz Zolper - Prinzip des Bösen. Der Betrachter - Austellungsansicht

(c) Heinz Zolper - Prinzip des Bösen. Der Betrachter - Ausstellungsansicht

Buchveröffentlichung zur Werkreihe "KAIN" von Heinz Zolper

In der beispiellosen Veröffentlichung "Kain - Prinzip des Bösen" gehen der Autor Orestis Safiriou und der Maler Heinz Zolper der Frage nach, wie das Böse überhaupt zustande kommt und welche Bedeutung wir ihm zumessen können. Das vorliegende Buch basiert auf einer gemeinsamen Idee, die auf Diskussionen seit den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts zurückgeht. Möglich wurde die Herausgabe durch die aktualisierte Neubearbeitung durch die Verwendung von Texten des Autors, die seit Ende der 90er Jahre im Artforum Archiv bewahrt werden. Der Künstler Heinz Zolper, zu dessen 70.Geburtstag das Buch in limitierter Auflage mit beigelegten unikatären Grafiken erscheint, widmet sich weiterhin dem Thema in meist großformatigen Werken. Im Mittelpunkt steht die Frage, warum das Böse und vor allem das Böse dynamisierte Kräfte sind, das Gute aber dennoch meist nur in einer statichen Position verbleibt.  Beide verfolgen diese Frage nach dem Prinzip des Bösen auf unterschiedliche Weise und gewähren intellektuelle und emotionale Einblicke in ein System, dem wir als Individuum und als Gesellschaft nicht entkommen können. In diesem Sinne ermutigen sie uns, eine Position einzunehmen. Sie regen Fragen an, die nicht nur unser persönliches Leben auf die Probe stellen, sondern auch anregen zum Nachdenken über die weitreichenden Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft und deren Nutzen für Mensch und Natur.

Heinz Zolper, Einzelgänger und künstlerischer Partner von so unterschiedlichen Persönlichkeiten wie Milva, Udo Kier, Mae West, Russ Meyer, Rainer Fassender oder Andy Warhol, ist ein bedeutender figürlicher Maler und Crossover-Künstler seiner Generation. Typisch für die Kunst von Zolper ist ein hoher philosophischer Anspruch und stilistisch eine Mischung verschiedener Motive mit humoristischen Elementen und historischen Bezügen. Bereits zuvor erschien anläßlich des diesjährigen Jubiläums vom selben Autor der Band "Zolper. Magie der Malerei /oder/ Wie es ist, Du selbst zu sein. Gemälde I Paintings". Beide Veröffentlichungen erschienen bei ArtForum Editions, die auch das grafische Werk des Künstlers herausgibt. Die Veröffentlichungen erfolgen mit Unterstützung der Winter Stiftung.

Die Bücher sind erhältlich über den Kunstbuchhandel oder auf Anfrage unter winterstiftung(at)web.de .

Kunstszene Griechenland

Art Thessaloniki

Art Thessaloniki -  P. Tanimanidis Exhibition at Artforum (c) ArtExpert network

Art Thessaloniki - P. Tanimanidis Exhibition at Artforum (c) ArtExpert network

Erneut nutzen die Macher der griechischen Kunstmesse Art Thessaloniki die Chance, die verbindende Kraft der Kunst zu demonstrieren.  Gerade in Zeiten großer Migrationsbewegungen  - und Griechenland ist einer der besonders betroffenen Frontstaaten - ist die Bedeutung kulturellen Austausches nicht hoch genug einzuschätzen. So wird aktuelle zeitgenössische Kunst u.a. aus den USA, aus Osteuropa, Italien, der Türkei, dem Nahen Osten sowie natürlich aus Griechenland einvernehmlich in einen spannungsreichen Zusammenhang gestellt. Insgesamt nehmen Galerien aus 11 Staaten teil.  Bezeichnet ist die konsequente Öffnung zum Nachbarn Türkei, die ab diesem Jahr zu einer Kooperation mit der Art Ankara führt. Ergänzt wird das Programm der Messe, die sich bereits seit Jahren unter dem künstlerischen Leiter Pantelis Tsatsis zu einer wichtigen kulturellen Plattform entwickelt, durch Beteiligungen klassischer Moderne ( Unexpected Dialogue - Picasso & Jankulovsky), Ausstellungsbeteiligungen (Osten Museum, Skopje) , gemeinsame Pojektveranstaltungen ( Photography Center of Thessaloniki, Arte  Des-generado collective). Wie in den Jahren Zuvor unterstützt die Winter Stiftung das kulturelle Engagement.

Es gehört zur Tradition dieser Veranstaltung jährlich einen Künstler für seine besondere Lebensleistung zu ehren. Verbunden ist dies jeweils mit einer besonderen Ausstellung. Träger des diesjährigen Art Thessaloni-Preises ist der Billy Zane, der damit für sein grenzüberschreitendes Oeuvre geehrt wird.  Zane wurde in Chicago als Sohn griechischer Einwanderer geboren. Bereits in frühen Jahren wird seine Interesse für Malerei und Theater geweckt.  Bekannt wurde er auch durch seine Darstellungen in Filme wie "Back to the Future"(1985) und "Titanic" (1997). Er ist als Maler, Schauspieler und Regisseur aktiv. 

21. - 24.11.2019 I Ort: Thessaloniki, Greece, International Exhibition & Congress Centre