Hamburg: Kunst im öffentlichen Raum

Diskussion mit Ellen Blumenstein, Dirck Möllmann und Britta Peters
Moderiert von Bettina Steinbrügge

Kunst im öffentlichen Raum spielt in Hamburg seit den 1980er-Jahren eine große Rolle und war seit diesem Zeitpunkt vielen unterschiedlichen Prozessen unterworfen.

1981 löste das Programm Kunst im öffentlichen Raum die noch heute in vielen Ländern praktizierte Kunst am Bau ab. Dieser Wechsel sollte eine Entwicklung weg von Kunst als fragwürdiger Dekoration von Neubauten hin zu einer von Kunstsachverständigen verantworteten und freien Kunst im öffentlichen Raum in Gang setzen. Seitdem entstanden im Rahmen dieses Programms eine Vielzahl von Arbeiten, unter anderem von Lawrence Weiner, Tita Giese und Daniel Buren.

Vor dem Hintergrund der Neuberufungen des Stadtkurators für Kunst im öffentlichen Raum in Hamburg, Dirck Möllmann, und der HafenCity-Kuratorin Ellen Blumenstein, wird der aktuelle Stand der Debatte diskutiert. Was kann Kunst im öffentlichen Raum leisten? Ist Kunst im öffentlichen Raum noch eine adäquate Antwort auf die gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten zehn Jahre?

Kunstverein Hamburg, 04. September 2018, 19:00 Uhr

Weitere Hinweise

Hamburg Kunstverein - Stephan Balkenhol, Bojenmann. Skulptur auf der Alster

Kunst im öffentlichen Raum. Hamburg. Photo credit: Kunstverein Hamburg

DOCUMENTA Archiv Kassel zeigt Heinz-Günter MEBUSCH – Künstlerportraits

Heinz-Günter Mebusch. Documenta Archiv Kassel, Ausstellungsleiterin Dr. Jooss

DOCUMENTA Archiv Kassel zeigt Heinz-Günter MEBUSCH - Künstlerportraits

Wieder einmal zeigt das documenta archiv einen Schatz aus seinem Fundus: Die Sammlung der Fotografien von Heinz-Günter Mebusch beinhaltet über 200 Künstlerporträts. Im documenta archiv werden daraus 39 Porträts von Künstlern mit einem direktem Bezug zur Weltkunstausstellung gezeigt. Der Porträtierung herausragende Künstler seiner Zeit, die er immer vor einem schwarzen Hintergrund fotografierte, widmete Mebusch seine umfangreichste Werkreihe. Sie entstand im Laufe von 20 Jahren zwischen 1979 und 1999 und wurde erstmals auf der Biennale in Venedig gezeigt. Statt einer Signatur des Fotografen tragen die Portraitentwürfe die Signatur des jeweiligen Künstlers.

Zu sehen ist die Ausstellung im Lesesaal des documenta archivs bis zum 3. August. Am 30. Juli um 17 Uhr gibt es eine öffentliche Führung.
Foto zeigt Dr. Birgit Jooss, die Direktorin des Archivs, vor Künstlerporträt-Entwürfen von Heinz-Günter Mebusch.
Quelle: Kassel-live.de

Hamburg: TRIENNALE DER PHOTOGRAPHIE

TRIENNALE DER PHOTOGRAPHIE: BREAKING POINT

CALLA HENKEL / MAX PITEGOFF: SHIFT 

Calla Henkel und Max Pitegoff (*1988 in Minneapolis, *1987 in Buffalo, leben und arbeiten in Berlin) zeigen Fotoportraits von SchauspielerInnen, KünstlerInnen, SchriftstellerIinnen, MusikerInnen und PerformerInnen. Ihre Portraits präsentieren sie in einem Kontext, der Veränderungen der Zusammenstellungen bewusst zulässt. Ihre fotografische Praxis greift auf Performance, Theater und die Herstellung sozialer Räume zu, etwa im New Theater oder im Grünen Salon der Volksbühne Berlin.  Entsprechend wirken Ihre Portraitsensambles  an Setkarten aus Castingmappen. In diesen Gruppierungen thematisieren sie die Verflechtungen von Aufführung und Selbst, sie stellen Fragen der Arbeit, der Eigentümerschaft an Bildern, der Identität sowie der kollektiven Erzählung hinsichtlich des individuellen Körpers. Das Loslösen von Ort und Zweck ermöglicht dabei eine Art Besetzungsliste in der Erinnerung. Damit machen die Künstler aber auch auf das unüberschaubare Phänomen heutiger digitaler Archive , etwa von Facebook & Co. aufmerksam. Das Thema der doppelten Natur des Menschen im Portrait schliesst dabei durchaus an Theorien und Werke des Konzeptkünstlers Heinz-Günter Mebusch an.

Kunstverein Hamburg, 8. Juni - 9. September 2018

Late Night Quantification:

Am 07. Juli 2018 lädt der Kunstverein Hamburg ab 23:00 Uhr unter dem Motto Late Night Quantification - Music, Drinks and Art at Night zur Performance des neuen Albums Messages von und mit Jochen Arbeit (Einstürzende Neubauten) ein. Die Kunstausstellung ist in dieser Nacht bis 3:00 geöffnet.

 

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STAGING REALITIES: Performanceprogramm

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Debatte um das sogenannte Postfaktische und dessen Einzug in die Tagespolitik und –presse zelebriert der Kunstverein Hamburg das Potenzial der Künste, Fiktionen und alternative Denkräume zu entwerfen. Genau in der Verschiebung unserer Perspektiven und der Erweiterung des Erfahrungshorizontes liegt der besondere Reiz der Kunst.

Nicola Gördes & Stella Rossié / THUG LIFE

Die Performance THUG LIFE beschäftigt sich mit dem Mythos um die mutmaßliche Ermordung der Rapper-Ikone 2Pac.
Die beiden 1986 bzw. 1989 geborenen Künstlerinnen greifen die Erinnerungskultur dieser Legende auf und überführen sein eine künstlerische Performance.

4. Mai 2018, 19:00 Uhr
Kunstverein Hamburg

Cross over Performance mit Adam Christensen

Christensen, geb. 1979, arbeitet mit unterschiedlichen Medien (Video, Performance, Sprache und Musik. In seiner aktuellen Performance verwebt er biografische mit theatralen Elementen, die in Verbindung mit dem Publikum die Grenze zwischen dem Künstler und den Betrachtenden verwischen sollen.

17. Mai 2018, 19:00 Uhr
Kunstverein Hamburg

Weitere Termine
30. August. 19 Uhr
Vortrag/Gespräch
Raphael Gygax (Kurator am Migros Museum für Gegenwartskunst, Zürich)

13. September, 19 Uhr
Annika Kahrs (*1984 in Achim, lebt und arbeitet in Hamburg)

20. September, 19 Uhr
Anja Dietmann (*1982 in Münsingen, lebt und arbeitet in Hamburg)

4. Oktober, 19 Uhr
Mette Sterre (*1983 in Delft, lebt und arbeitet in London und Rotterdam)

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Nicole Wermers: WOMEN BETWEEN BUILDINGS

Mit Women Between Buildings zeigt der Kunstverein in Hamburg noch bis zum 6. Mai 2018 die bislang umfassendste Einzelausstellung von Nicole Wermers in Deutschland.
Die Künstlerin arbeitet in skulpturalen Werkserien und schafft Objektwelten, die dem profanen Alltagsdesign entnommen sind. Funktionale Elemente werden zum Ornament einer soziopolitischen und historischen Auseinandersetzung mit der unmittelbaren Umgebung, sei es anhand der Formensprache der Moderne oder des uns umgebenden urbanen Raums.
Die Ausstellung zeigt Arbeiten der vergangenen 10 Jahre, darunter auch Untitled Chairs aus der 2015 für den Turner Prize nominierten Ausstellung Infrastruktur, aber auch zwei neue, speziell für die Ausstellung hergestellte Skulpturen.Die Künstlerin eignet sich halböffentliche Orte mit einer auf den Kopf gestellten Kamera an, die den Eindruck erweckt, als würde sie auf der Decke laufen. Hotels, Firmenlobbys und das CCH Hamburg werden so zu rätselhaften, austauschbaren Endlosarchitekturen.Women Between Buildings, der Titel der Ausstellung erinnert an das Standardwerk zur Städteplanung Life between Buildings des dänischen Autoren Jan Gehl aus den 1970er Jahren, in dem er über Verantwortung in der Städteplanung schreibt.
Nicole Wermers (*1971 in Emsdetten, lebt und arbeitet in London) hat bei Sigmar Polke und Claus Böhmler an der Hochschule für bildende Künste Hamburg studiert sowie am Central Saint Martins College of Art and Design in London. Neben zahlreichen anderen Auszeichnungen war sie 2015 für den Turner Prize nominiert.
Bis zum 06. Mai 2018
im Kunstverein Hamburg
Weitere Ausstellungshinweise