Dr. Norbert Winter
30. Mai 1942 – 27. August 2026
Die WINTER STIFTUNG HAMBURG. Kunst Kultur Soziales nimmt Abschied von ihrem Gründer und langjährigen Vorstandsvorsitzenden Dr. Norbert Winter, der am 27. August 2026 im Alter von 84 Jahren verstorben ist.

Mit ihm verliert die Stiftung den Menschen, aus dessen Ideen, Interessen und Überzeugungen sie hervorgegangen ist. Sein Denken war geprägt von der Suche nach Zusammenhängen – zwischen Naturwissenschaft und Philosophie, zwischen Kunst und gesellschaftlicher Wirklichkeit, zwischen analytischer Erkenntnis und schöpferischem Denken.
Norbert Winter wuchs nach dem Zweiten Weltkrieg in Göttingen auf. Das wissenschaftliche Umfeld der Stadt prägte ihn früh. Schon als junger Mensch beschäftigte er sich intensiv mit Mathematik, Physik und Philosophie. Diese Verbindung unterschiedlicher Denk- und Erkenntnisformen blieb für ihn zeitlebens von zentraler Bedeutung.
Nach dem Abitur studierte er in Heidelberg und München Physik und Philosophie. Am damaligen Max-Planck-Institut für Physik und Astrophysik arbeitete er bei Hans-Peter Dürr und im wissenschaftlichen Umfeld Werner Heisenbergs auf dem Gebiet der Elementarteilchentheorie. Hans-Peter Dürr blieb ihm über Jahrzehnte als Lehrer, Gesprächspartner und Freund verbunden.
Neben der Physik beschäftigte sich Norbert Winter früh und intensiv mit Philosophie. Besonders die Frage, wie die beobachtbare Wirklichkeit mit tiefer liegenden Strukturen zusammenhängt, führte ihn immer wieder an die Grenze zwischen naturwissenschaftlichem und philosophischem Denken. Für ihn waren diese Bereiche keine getrennten Welten. Er verstand sie als unterschiedliche Zugänge zu grundlegenden Fragen nach Struktur, Erkenntnis und Wirklichkeit.
1974 begann für ihn ein neuer beruflicher Abschnitt in der Versicherungswirtschaft. Über viele Jahre übernahm er dort leitende Verantwortung. Zu seinen späteren Funktionen gehörten der Vorstandsvorsitz der ASPECTA Lebensversicherung AG, die Mitgliedschaft im Group Executive Committee des HDI-Konzerns sowie der Vorstandsvorsitz der HDI Pensionsmanagement AG.
Auch während dieser beruflichen Jahre blieb die Verbindung zur Wissenschaft bestehen. Entwicklungen in der theoretischen Physik verfolgte er weiterhin aufmerksam. Nach dem Ende seiner Tätigkeit in der Versicherungswirtschaft wandte er sich wieder verstärkt physikalischen und philosophischen Fragestellungen zu.
Zunehmend wurde auch die Kunst zu einem weiteren Feld seines Denkens und Handelns. Sie war für ihn nicht nur Gegenstand des Sammelns oder ästhetischer Erfahrung. Wie die Wissenschaft und die Philosophie verstand er auch die Kunst als Möglichkeit, Wirklichkeit aus einer anderen Perspektive zu erschließen.
Aus diesem Verständnis heraus gründete Norbert Winter 2010 in Hamburg die WINTER STIFTUNG HAMBURG. Kunst Kultur Soziales.
Mit der Stiftung verband er den Wunsch, Kunst zu bewahren und zugänglich zu machen, Künstlerinnen und Künstler zu unterstützen und kulturellen Austausch zu ermöglichen. Unter seiner Mitwirkung entwickelte die Stiftung ihre Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst und engagierte sich in Ausstellungen, Publikationen und Kooperationen mit kulturellen Institutionen. Zu den unterstützten Projekten gehörten unter anderem die OSTRALE in Dresden sowie 2017 die Ausstellung von Wolfgang Tillmans anlässlich des 200-jährigen Bestehens des Kunstvereins in Hamburg.
Die Verbindung von Kunst, Kultur und Sozialem im Namen der Stiftung entsprach dabei einem Grundgedanken, der Norbert Winters gesamtes Leben prägte: Erkenntnis entsteht nicht nur innerhalb einzelner Disziplinen. Neue Perspektiven ergeben sich dort, wo unterschiedliche Formen des Denkens, Wahrnehmens und Handelns miteinander in Beziehung treten.
Naturwissenschaft, Philosophie, Wirtschaft und Kunst bildeten für ihn deshalb keine voneinander abgeschlossenen Lebensbereiche. Sie waren unterschiedliche Ausdrucksformen einer lebenslangen Neugier und seines Bemühens, Zusammenhänge zu verstehen.
Auch seine familiäre Herkunft war eng mit Wissenschaft, Versicherungswesen und kunst verbunden. Sein Vater Julius Winter war Jurist und Versicherungsmanager . Julius Winter war kulturell und künstlerisch engagiert, interessierte sich für das friedensstiftende Element der Kunst, pflegte auch als Sammler freundschaftliche Kontakte u. a. zu Pablo Picasso, Henry Moore, Constantin Brancusi. Sein Bruder Gerrit Winter war Professor für Bürgerliches Recht, Versicherungsrecht und Rechtsvergleichung an der Universität Hamburg.
Mit Norbert Winter verliert die WINTER STIFTUNG ihren Gründer und geistigen Impulsgeber. Sein interdisziplinäres Denken, seine Offenheit gegenüber neuen Perspektiven und sein Anliegen, Kunst, Wissenschaft und gesellschaftliches Engagement miteinander zu verbinden, werden die Arbeit der Stiftung weiter begleiten.
Wir erinnern uns an ihn mit Dankbarkeit und großem Respekt.
Vorstand der
WINTER STIFTUNG HAMBURG. Kunst Kultur Soziales
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Informationen zu Stiften und Spenden
Programmatische Struktur der Winter Stiftung Hamburg
Ziel und permanente Aufgabe
der Winter Stiftung sind Aufbau einer alternativen Kunstsammlung, die innovative Kunst der Moderne des 20. und 21. Jh.s umfasst, die Förderung vielversprechender Künstler:innen und die Stärkung eines internationalen kulturellen Dialogs.
Durch strategische Förderung und Beteiligung an Projekten im europäischen Ausland möchte die Winter Stiftung kulturelle Vielfalt und künstlerische Innovation unterstützen und dadurch auch einen Beitrag für Hamburg als Kulturmetropole liefern.
Programmschwerpunkte
Aufbau einer einzigartigen Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst.
Einwerbung durch Spende und Zustiftung von Kunstwerken, die neue Sichtweisen unterstützen.
Zusammenarbeit mit Kuratoren und Kunstexperten zur Auswahl relevanter Werke.
Förderung von Kunst, die soziale und politische Themen reflektiert
Förderung vielversprechender Künstler:innen
Unterstützung und Entwicklung talentierter Künstler:innen durch kommunikative und logistische Unterstützung.
Unterstützung bei der Konzeptionierung von Ausstellungen und Kunstprojekten in Europa und global.
Unterstützung bei Mentoring und Weiterbildungsmöglichkeiten durch etablierte Künstler:innen und Experten.
Beteiligung an internationalen Projekten
Stärkung der kulturellen Vernetzung und Förderung des interkulturellen Austauschs.
Partnerschaften mit internationalen Kunst- und Kulturinstitutionen.
Teilnahme an und Unterstützung von Kunstevents und Biennalen.
Ehrenamtliche Mitwirkung bei grenzüberschreitenden Kunstprojekten und -initiativen.
Maßnahmen und Aktivitäten
Kuratieren und Sammeln
Regelmäßiges Fundraising von Zustiftungen aus privaten Sammlungen.
Kooperationen zur Entwicklung digitaler Möglichkeiten.
Öffentlichkeitsarbeit zur Erhöhung der Sichtbarkeit und Anerkennung.
Förderprogramme
Beratung bei der Beantragung von Künstlerstipendien und Residenzen.
Konzeptionelle Entwicklung von Künstlerförderprogrammen.
Beratung bei non profit - Kunst-und Kulturprojekten.
Unterstützung bei professioneller Künstlerberatung.
Hilfe bei Veröffentlichungen von Kunstkatalogen, Monografien und Werkverzeichnissen..
Internationale Kooperationen
Aufbau und Pflege von Partnerschaften mit renommierten Kunstinstitutionen und Stiftungen.
Kooperation bei Ausstellungen und Kulturveranstaltungen.
Beratung und Kommunikation bei internationalen Kunstprojekten.
Bereitstellung von Leihgaben und Bildrechten.
Erfolgskriterien
Qualität und Einzigartigkeit der Sammlung
Anzahl und Vielfalt der erworbenen Kunstwerke
umfassende und vielfältige Repräsentation künstlerischer Ausdrucksformen.
Entwicklung und Förderung der Künstler:innen
Anzahl der geförderten Künstler:innen und deren künstlerischer Fortschritt.
Erfolg und Reichweite der (mit)-durchgeführten Ausstellungen und Präsentationen.
Internationale Vernetzung und Projekte
Anzahl und Qualität der internationalen Partnerschaften.
Umfang und Wirkung der internationalen Kunstprojekte und -initiativen.
Beispielprojekte
Sammlung zeitgenössischer Kunst.
Beratung und Projektentwicklungen innovativer europäischer Künstler:innen.
„Kunst und Ökologie“, „Weltfrauentag“, „Welt-Aids-Tag“, „Künstler gegen Krebs“,
„Versöhnung der Werte“, WTC 9/11 - clash of of cultures
Profil der WINTER STIFTUNG HAMBURG
Durch den strategischen Aufbau einer alternativen internationalen Kunstsammlung, die Förderung innovativer Künstler:innen und die Beteiligung an internationalen Projekten kann die WINTER STIFTUNG HAMBURG einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Vielfalt und dem interkulturellen Austausch leisten. Diese Programmatik ermöglicht es der WINTER STIFTUNG Hamburg als kulturelle Metropole zu stärken und gleichzeitig die Entwicklung und Vernetzung der europäischen Kunstszene zu fördern.
Um diese Aufgaben im Einzelnen und in der Breite durchführen zu können, ist die Winterstiftung in besonderem Maße auf Geldspenden und geeignete Sachzuwendungen angewiesen.
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Gute Nachrichten für Steuerbürger
Informationen zu Stiften und Spenden
Durch die Stiftungsgesetznovellen der Bundesländer wurden die Voraussetzungen für bürgerschaftliches Engagement erheblich verbessert. Ziel ist die Entlastung des Staates. Gleichzeitig wird aber auch eine weitere Demokratisierung von Kunst und Kultur erreicht. Zum Ausgleich gilt für Stifter und Spender eine fiskalische Abzugsfähigkeit bis zu einem Betrag bzw. Wert von 1 Mio EUR (alleinveranlagend) bzw. 2 Mio EUR (gemeinsam veranlagend). Dieser Betrag kann entweder in einem Zeitraum von 10 Jahren einmalig oder individuell gestückelt auf diese Jahre ausgeschöpft werden. Nicht genutzte Freibeträge können auf die nächsten 10 Jahre fortgeschrieben werden. Abzugsfähigkeit besteht bei allen persönlichen Einnahmen aus Einkommen, Renten, Kapitalerträgen und Erbschaften.
Zusätzlich kann jeder Steuerbürger jährlich bis zu 20% seiner zu versteuernden Einkünfte im Rahmen von Spenden als Sonderausgaben geltend machen. Spenden, die die Höchstbeträge überschreiten oder im Veranlagungszeitraum nicht berücksichtigt werden können, sind unbegrenzt vortragsfähig.
Ihre Sachspenden sind willkommen
Alternativ oder ergänzend können auch Sachspenden zugewendet werden. Interesse besteht im Rahmen unserer Stiftungszwecke insbesondere an Kunstwerken /Kunstsammlungen, Immobilien (z.B. für Ausstellungszwecke oder Stipendiatsateliers), geeigneten technischen Geräten und Fahrzeugen. Wir wissen Ihre Zuwendungen zu schätzen.
Spenden Sie Ihre Kunst
Bitte vorab Abbildung und Daten übermitteln
an: winterstiftung(at)web.de
Gesucht werden deutsche und internationale Gemälde,
Zeichnungen, Grafiken, Fotografien, Skulpturen und Archive
der Moderne und zeitgenössischen Kunst.
Bei Annahme erfolgt steuerabzugsfähige Spendenquittung
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Die Winter Stiftung Hamburg begrüßt alle Zustiftungen und Spenden und sichert eine satzungsgemäße Verwendung ausschließlich zu gemeinnützigen Zwecken zu.
Gerne informieren wir Sie im Rahmen eines persönlichen Gesprächs über Ihre Chancen und Möglichkeiten in der Zusammenarbeit mit uns.
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