Positionen zur Malerei

Neue intersubjektive Politik des Sehens von Malerei

Carnivalesca . Was Malerei sein könnte  ist eine Ausstellung, Performance und Diskussion mit und über eine  Neubestimmung der Malerei aus unterschiedlichen internationalen Positionen.  Die Ausstellungen Hamburg findet vom 6. März bis zum 2. Mai 2021 statt, koronabedingt jedoch größtenteils als virtuelles Angebot. Das mindert nicht ihre Bedeutung und Möglichkeiten, den die Interessenten könne über das Internet an den vielen Angeboten jederzeit und individuell teilhaben.

(c) Carnivalesca, Ausstellung /Diskussion/ Performance im Kunstverein Hamburg I Winter Stiftung Hamburg(c) Carnivalesca, Ausstellung /Diskussion/ Performance im Kunstverein Hamburg                                                  Winter Stiftung Hamburg

Die anthropozentrischen und eurozentrischen Vorstellungen in der Malerei der westlichen Welt vom Subjekt und seinem Engagement in der kulturellen Produktion greift auf jahrhundertealte ererbte Individualisierungs-prozesse zurück. Dem soll mit fiesem Projekt die  Idee der Diversität von Erfahrung entgegensetzt werden,  die Idee einer Vielfalt in der Gesellschaft und ihren sozialen Strukturen sowie, mit Blick auf die Künste im Besonderen, nicht zuletzt die Idee individueller Erfahrungen in der Multitude.
Die zeitgenössische Kunst spiegelt für Künstlerinnen und Betrachter:innen die Probleme wider, mit denen sie in ihrem täglichen Leben konfrontiert sind.
Die Ausstellung in Hamburg schafft einen Raum, in dem das Performative, Körper, Künstlersubjekte und ihre Gesten sowie ihre vielfältigen, globalen Geschichten und Bedeutungen formal gleichberechtigt sind.
Erweitert wird die analog/virtuielle Ausstellung  durch ein

Online-Programm:

#DIALOGUES
Anmeldung / Registrations
presse@kunstverein.de

25.3.2021, 18.30 Uhr
Andrée Sfeir-Semler im Gespräch mit / in conversation with Bettina Steinbrügge (Live)
1.4.2021, 11 Uhr
Helen Johnson im Gespräch mit / in conversation with
Nicholas Tammens (Live)
8.4.2021
El Hadji Sy und / and Clémentine
Deliss im Gespräch mit / in conversation with Bettina Steinbrügge (Live)
15.4.2021, Online ab 15 Uhr
Lee Kit im Gespräch mit / in conversation with Bettina Steinbrügge
22.4.2021, 18.30 Uhr
Hugo Canoilas im Gespräch mit / in conversation withNicholas Tammens (Live)

#PERSPECTIVES
Mit / With Nicolaus Schafhausen, Alisa Tsybina, Kolja Reichert, Gabriela Těthalová, Klaus Honnef, Marie Becker

 

 

 

Carnivalesca

Was Malerei sein könnte

Mit dem aktuellen Ausstellungsprojekt Carnivalesca widmet sich der Kunstverein Hamburg  auf allen Etagen dem Dialog mit einer traditionellen Kunstform - der Malerei. Das Wort Karneval steht für Ausgelassenheit und Freude, verbindet sich aber auch mit einer Melancholie angesichts bestehender Unsicherheiten. Im Karneval gibt man Neigungen nach, die scheinbar die soziale Ordnung bedrohen, letztlich aber doch soziale Normen festigen. Als soziale Transformation oder auch als Instrument unterschiedlicher Gruppen lenkt der Karneval die Aufmerksamkeit auf Konflikte und Missverhältnisse. Die Ausstellung möchte diese Bedeutung auf die Diskussion über zeitgenössische Kunst übertragen. Im Diskurs der Malerei  scheint sich im westlichen Kontext eine reduktionistische Konzeption durchzusetzen. Dem soll die Idee der Diversität von Erfahrung entgegengesetzt werden wie die Idee einer Vielfalt in der Gesellschaft und ihren sozialen Strukturen.

Carnivalesca
(c) Kunstverein Hamburg. Blick in die Ausstellung Carnivalesca mit internationalen Positionen zur Malerei.
Winter Stiftung Hamburg

Die Ausstellungsmacher versprechen "facettenreiche, polymorphe, vielfach diskursive"  Darstellungen von Malerei, die  "an multiplen Schnittpunkten Gestalt annimmt und den Weg bereitet für eine neue intersubjektive Politik des Sehens von Malerei". Mit diesem Ausstellungsprojekt soll den Betrachtern der  Blick auf die Malerei erweitert. Internationale Künstlerinnen und Künstler gehen den Entwicklungen der Malerei von der Nachkriegszeit bis zur Gegenwart nach.

Teilnehmende Künstler*innen: Firelei Báez, Semiha Berksoy, Anna Betbeze, Anna Boghiguian, Hugo Canoilas, Beatriz González, El Hadji Sy, Donna Huanca, Helen Johnson, Lee Kit, Victor Man, Thao Nguyen Phan, Khalil Rabah, Raphaela Vogel u.a.

Virtuelle Ausstellung
06.03. - 02.05.2021
Kunstverein Hamburg

In search for solidarity

Oscar Murillo im Kunstverein Hamburg

Oscar Murillo im Kunstverein Hamburg (c).

Große Installation von Oscar Murillo im Hamburger Kunstverein

Der kolumbianische Künstler Oscar Murillo (*1986 in La Paíla) beschäftigt sich in seiner Ausstellung im Kunstverein Hamburg mit dem Thema prekärer Arbeit und dem,  was er unter Solidarität versteht. Primär in der Malerei beheimatet und am ästhetischen Diskurs interessiert –  sprengt er eben diesen Rahmen, wenn er in der großen Halle des Kunstvereins eine Agora installiert, die dem ungebrochenen Glauben des Künstlers an einen geografischen, kulturellen und gesellschaftspolitischen Zusammenhalt Ausdruck verleiht.In Horizontal Darkness in Search of Solidarity treffen große, aus verschiedenen Stücken zusammengenähte Leinwände aus der manifestation Serie auf die effigies (Bildnisse), ausgestopfte Puppen, die die einfachen Leute aus La Paíla, Murillos Heimatstadt, symbolisieren. Verschiedene Tribünen, die auch im Rahmen des Begleitprogramms genutzt werden, laden die Besucher zum Hinsetzen ein, um von dort aus das Geschehen zu betrachten und die Agora als Ort der Debatte wahrzunehmen. Neben Leinwandarbeiten und Zeichnungen zeigt die Ausstellung auch mehrere Videoarbeiten Murillos, die das Thema Mobilität und den ewigen Zustand des Wandels untersuchen. Die Fenster, die er von Handwerkern aus Aserbaidschan in traditioneller Buntglastechnik hat anfertigen lassen, bestehen aus verrostetem Blech aus abgewirtschafteten Fabriken und symbolisieren den Globalisierungsschrott unserer Zeit.  Die verschiedenen Materialien und Prozesse beleuchten das Thema körperlicher Arbeit und hinterfragen die Bedeutung von Migration, Gemeinschaft, Austausch und Handel in der heutigen globalisierten Welt.

Kunstverein Hamburg, Ausstellung vom 09.11.2019 - 26.01.2020

Am Wochenende des 24. und 25. Januar 2020 findet ein künstlerisches Feedback zur Ausstellung statt. In Search of Maintained Solidarity: A Frame for the No Longer Visible ist ein aus Vorträgen, Diskussionen, Performances und musikalischen und dichterischen Beiträgen bestehendes Programm.

 

Hamburg: TRIENNALE DER PHOTOGRAPHIE

TRIENNALE DER PHOTOGRAPHIE: BREAKING POINT

CALLA HENKEL / MAX PITEGOFF: SHIFT 

Calla Henkel und Max Pitegoff (*1988 in Minneapolis, *1987 in Buffalo, leben und arbeiten in Berlin) zeigen Fotoportraits von SchauspielerInnen, KünstlerInnen, SchriftstellerIinnen, MusikerInnen und PerformerInnen. Ihre Portraits präsentieren sie in einem Kontext, der Veränderungen der Zusammenstellungen bewusst zulässt. Ihre fotografische Praxis greift auf Performance, Theater und die Herstellung sozialer Räume zu, etwa im New Theater oder im Grünen Salon der Volksbühne Berlin.  Entsprechend wirken Ihre Portraitsensambles  an Setkarten aus Castingmappen. In diesen Gruppierungen thematisieren sie die Verflechtungen von Aufführung und Selbst, sie stellen Fragen der Arbeit, der Eigentümerschaft an Bildern, der Identität sowie der kollektiven Erzählung hinsichtlich des individuellen Körpers. Das Loslösen von Ort und Zweck ermöglicht dabei eine Art Besetzungsliste in der Erinnerung. Damit machen die Künstler aber auch auf das unüberschaubare Phänomen heutiger digitaler Archive , etwa von Facebook & Co. aufmerksam. Das Thema der doppelten Natur des Menschen im Portrait schliesst dabei durchaus an Theorien und Werke des Konzeptkünstlers Heinz-Günter Mebusch an.

Kunstverein Hamburg, 8. Juni - 9. September 2018

Late Night Quantification:

Am 07. Juli 2018 lädt der Kunstverein Hamburg ab 23:00 Uhr unter dem Motto Late Night Quantification - Music, Drinks and Art at Night zur Performance des neuen Albums Messages von und mit Jochen Arbeit (Einstürzende Neubauten) ein. Die Kunstausstellung ist in dieser Nacht bis 3:00 geöffnet.

 

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STAGING REALITIES: Performanceprogramm

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Debatte um das sogenannte Postfaktische und dessen Einzug in die Tagespolitik und –presse zelebriert der Kunstverein Hamburg das Potenzial der Künste, Fiktionen und alternative Denkräume zu entwerfen. Genau in der Verschiebung unserer Perspektiven und der Erweiterung des Erfahrungshorizontes liegt der besondere Reiz der Kunst.

Nicola Gördes & Stella Rossié / THUG LIFE

Die Performance THUG LIFE beschäftigt sich mit dem Mythos um die mutmaßliche Ermordung der Rapper-Ikone 2Pac.
Die beiden 1986 bzw. 1989 geborenen Künstlerinnen greifen die Erinnerungskultur dieser Legende auf und überführen sein eine künstlerische Performance.

4. Mai 2018, 19:00 Uhr
Kunstverein Hamburg

Cross over Performance mit Adam Christensen

Christensen, geb. 1979, arbeitet mit unterschiedlichen Medien (Video, Performance, Sprache und Musik. In seiner aktuellen Performance verwebt er biografische mit theatralen Elementen, die in Verbindung mit dem Publikum die Grenze zwischen dem Künstler und den Betrachtenden verwischen sollen.

17. Mai 2018, 19:00 Uhr
Kunstverein Hamburg

Weitere Termine
30. August. 19 Uhr
Vortrag/Gespräch
Raphael Gygax (Kurator am Migros Museum für Gegenwartskunst, Zürich)

13. September, 19 Uhr
Annika Kahrs (*1984 in Achim, lebt und arbeitet in Hamburg)

20. September, 19 Uhr
Anja Dietmann (*1982 in Münsingen, lebt und arbeitet in Hamburg)

4. Oktober, 19 Uhr
Mette Sterre (*1983 in Delft, lebt und arbeitet in London und Rotterdam)

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Dem Kunstverein Hamburg zum 200. Geburtstag das schönste Geschenk

Mit großer medialer Anteilnahme ist Wolfgang Tillmanns Ausstellung zur 200 Jahr-Feier
im Kunstverein Hamburg gestartet. Die Ausstellung am Klosterwall bildet den End- und
Höhepunkt der Feierlichkeiten des größten und ältesten Kunstvereins in Deutschland.
Wolfgang Tillmans gehört sicherlich zu den interessantesten und wegweisendsten Künstlern+
der Gegenwart.
Wolfgang Tillmans konzipiert im Rahmen der Ausstellung „Zwischen 1943 und 1973 lagen 30 Jahre.
30 Jahre nach 1973 war das Jahr 2003“ eine 35-minütige Soundinstallation.
Die 35-minütige Soundarbeit Hamburg Süd / Nee IYaow eow eow veröffentlicht der Kunstverein
in Hamburg als CD zusammen mit einem 48-seitigen Booklet mit Ausstellungsansichten, fotografiert
und gestaltet von Wolfgang Tillmans.

Die Ausstellung in der Nähe des Hauptbahnhofs Hamburg ist geöffnet bis zum 12. November 2017.

12. November: CD-Präsentation und Finissage der Ausstellung. 18.00 – 20.00 Uhr
Der Künstler ist anwesend.
Im Anschluss von 20:30 – 24:00 Uhr:
Tea Dance Party im Golden Pudel Club mit DJ Konstantin Gebser und Wolfgang Tillmans.

Eine konsequente Ergänzung zu seinen Bildern liefert Tillmanns auch mit seinem Visual Album
‚That’s Desire‘, mit dem er seine Qualitäten als universeller Künstler unter Beweis stellt:
Visual Album: That’s Desire

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Wolfgang Tillmans

Wolfgang Tillmans
Kunstverein Hamburg
Erste Ausstellung des Turner prize Gewinners Wolfgang Tillmans
nach seiner Tate Modern Retrospective.
Portraits, Stilleben, Landschaften,Architektur and astronomische Studien.
23.09. – 12.11.2017
Eröffnung 22.09.2017, 19:00

Siehe hierzu:Wolfgang Tillmans: Ausstellung zum 200. Jubiläum Kunstverein in Hamburg