Weltfrauentag – ja! Jeden Tag!

Emanzipation, Freiheit und Toleranz als soziale Aufgabe

Der Tag der Frau, des Kindes,  der Tag der Migranten und Flüchtlinge; aber auch der Tag des deutschen Schlagers, der Poesie und der Jogginghose. Was sie gemeinsam haben? Sie wollen aufmerksam machen auf den nötigen Respekt gegenüber eines Teil der Menschheit, einzelner Gruppen oder auch nur für das banale Interesse einer Sache oder eines Hobbys.

Der Weltfrauentag ist dennoch etwas Besonderes, denn er betrifft über die Hälfte der Menschheit. Es ist deshalb erstaunlich, dass es ihn überhaupt gibt. Erstaunlich ist auch, dass er sogar gesetzlicher Feiertag ist in so unterschiedlichen Regionen wie dem Bundesland Berlin,  Afghanistan, Georgien und Kuba.

"Wollen wir Missachtung und Unterdrückung verhindern,
müssen wir aufhören in Geschlechtern, Klassen, Rassen und Kategorien zu denken,
sondern anerkennen, dass alles mit allem verbunden ist
und wir uns nur im Miteinander vollenden können."

Ein Gedenktag möchte aufmerksam machen, auf etwas was bedroht ist, was verloren zu gehen droht. Aber sind Frauen in der Bedrängnis auszusterben? Sicher nicht; ihr Anteil an der Menschheit liegt aktuell bei über der 50%, mit durchaus steigender Tendenz. Ins Leben gerufen wurde der Weltfrauentag 1910 von der deutschen Sozialistin Clara Zetkin, um das Wahlrecht für Frauen zu fordern. Im damaligen Europa war das Wählen gerade einmal den Finninnen erlaubt. Frauenwahlrecht war damals noch ersehnte Utopie.

(c) Werte-Anstecker von Heinz Zolper. Symbol für Emanzipation, Freiheit und Toleranz. ArtForum Editions

(c) Werte-Anstecker von Heinz Zolper. Symbol für Emanzipation, Freiheit und Toleranz. ArtForum Editions*

Um Frauenrechte war und ist es aber generell nicht so gut bestellt.  In einem anscheinend so zivilisierten Land wie der Schweiz  wurde die politische Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau erst 1971 eingeführt. Wesentlich fortschrittlicher war auch die Bundesrepublik Deutschland nicht, wo erst 1976 nach entsprechenden Resolutionen der UNO das Leitmodell der „Hausfrauenehe“ durch das Partnerschaftsprinzip ersetzt wurde. Seither gibt es für die Ehe keine gesetzlich vorgeschriebene Aufgabenteilung mehr. Die Ehefrau kann endlich nicht nur selbstständig arbeiten, sondern auch selbst über ihr Konto verfügen und Kredite aufnehmen ohne Zustimmung des Ehemannes. Erst 2013 stimmte eine Konferenz der Vereinten Nationen für eine Erklärung, nach der Frauen und Mädchen die gleichen Rechte und der gleiche Schutz wie Männern und Jungen gewährt werden sollen. Letzten Endes entsprach diese Regelung nur der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte aus dem Jahre 1948.

Frauen auf dem Vormarsch - Hat sich etwas geändert?

Mittlerweile sind Frauen - außer in der islamischen Welt - überall auf dem Vormarsch. Und in Deutschland? - Da kann man sich gerade nicht einmal vorstellen, dass es anstelle der Kanzlerin einen Kanzler geben sollte. Frauen scheinen viel erreicht zu haben - sie arbeiten als Pilotinnen, werden Box- und Fußballweltmeisterinnen und sind als Expertinnen in Chefetagen gesucht.

Und? Was hat das bisher gebracht? Schaut man sich die Situation der Frauen in ihrer Doppelbelastung zwischen Familie und Beruf an, so entdeckt man immer noch diesen Teil der Menschheit eingekeilt zwischen einer Männerwelt, die nicht aufgrund von fachlichen Qualitäten allein dominieren möchte, sondern als Träger eines „vorstehenden Geschlechts“.  Das Verhalten, das Frauen, unabhängig von Ausbildung und beruflicher Stellung, tagtäglich erfahren müssen von Seiten der Männerwelt - und gerade auch von Frauen, die sich aus Unvernunft oder aus Opportunismus auf die Seite der mächtigeren Männer stellen -  ist nach wie vor bemerkenswert bis irritierend und sogar abgrundtief hasserfüllt. Die Rolle, die Männer nach einer Ewigkeit des Matriarchats, übernommen haben, diese Rolle wollen viele nicht oder nur sehr ungern ablegen. Das Primatenverhalten von Männern, insbesondere solchen, die sich als Alpha-Männchen gerieren, ohne die notwendigen Fähigkeiten überhaupt zu besitzen, verhindert nicht mehr den Weg zur Gleichberechtigung, die für jeden logisch denkenden Menschen nicht diskutierbar ist, aber sie behindert sie unsäglich.

Der Blick auf Frauen und Ihre Chancen macht nur allzu deutlich, dass sie bei gleichen Voraussetzungen Männer sogar überholen können. Frauen machen heute häufig bessere und schnellere Abschlüsse als ihre männlichen Kommilitonen sogar in den Ingenieur- und Naturwissenschaften. Einer Studie aus Großbritannien zufolge tragen z.B. von Frauen operierte Patienten ein geringeres Risiko. Frauen sind z.B. auch im Finanzsektor oft die erfolgreicheren Anleger. Nach der Studie "Women Matter" der Unternehmensberatung McKinsey erwirtschaften Firmen mit hohem Frauenanteil  in den Führungsetagen deutlich mehr Umsatz als rein männlich geführte. Dies sollte eigentlich hoffnungsfroh stimmen, denn es nützt der ganzen Gesellschaft.

Frauen leben wesentlich länger als Männer, möglicherweise, weil sie  ausgeglichener und damit weniger stark depressionsgefährdet sind als ihre männlichen Geschlechtsgenossen.

Aber all das beschreibt die Situation in sogenannten zivilisierten Staaten, sie spricht nicht per se für  die Frauensituation weltweit, wo physische Unterdrückung erklärter Teil des traditionellen patriarchalischen Systems sind. Eine besonders grausame „Tradition“ ist  die Beschneidung von jungen Mädchen, die vornehmlich in Afrika, aber auch weiteren Bereichen der Welt praktiziert wird. Es wird geschätzt, dass weltweit etwa 200 Millionen beschnittene Mädchen und Frauen mit Genitalverstümmelungen leben und jährlich kommen etwa drei Millionen Mädchen hinzu, meist unter 15 Jahren. Angesichts der Situation von Frauen weltweit, also etwa 4 Milliarden Menschen, bewirken diese kriminellen Auswüchse, denn nichts anderes stellen sie für die Betroffenen dar, ein schreckliches Elend; aber dennoch bilden sie eine Ausnahme.  Eine Ausnahme sind auch die vielen Millionen Frauen, die durch Menschenhandel und Sklaverei ihres Menschseins beraubt sind.

Eine nahezu alle Frauen betreffende Situationen sind aber die Aggressionen, die Ihnen alltäglich widerfahren können, innerhalb ihrer Familien, wenn sie allein unterwegs sind - und erst recht  am Abend oder in der Nacht. Allein die tagtägliche Angst, die Frauen wie Kinder erleben müssen, ist bereits auf den ersten Blick monströs. Dies zeigt noch einmal das Verhältnis der Geschlechter untereinander und das Verhalten Frauen und Kindern gegenüber während der Pandemiezeit sehr anschaulich. Man kann es drehen und wenden, wie man möchte, es sind Männer - und sie unterstützende Frauen - die für dieses Desaster zuständig sind. Irgendetwas scheint in der Erziehung der Menschen komplett aus dem Ruder zu laufen, wenn man bedenkt, dass in den meisten Fällen auch die Männer ja von Müttern erzogen werden und diesen Müttern auch für den erwachseneren Mann eine hohe Kernkompetenz zugestanden wird.  Wie kann  es dann nur zur Respektlosigkleit gegenüber Frauen oder allgemein gegenüber den  vermeintlich Schwächsten kommen? Liegt es vielleicht darin, dass Mütter in ihre Söhne eigene Vorstellungen vom Anführer und Gewinner - der ihnen unterstellt ist - projezieren? Da gibt es aber auch noch die Schule und sonstigen Ausbildungsstätten, wo eigentlich nach erprobten pädagogischen Konzepten junge Menschen aufs Leben vorbereitet werden sollen.  Die Wirklichkeit ist leider nur allzuoft anders: Harter Wettbewerb verdrängt soziales Miteinander; Mobbing ist an der Tagesordnung, wobei nicht der Mobber, sondern der Gemobbte die Konsequenzen trägt. Man wird vorbereitet einer Wirtschaft nützlich zu sein, lernt bestenfalls, wie man Maschinen und Softwareprogramme erfinden kann. Leistungen den Mitmenschen  gegenüber und Förderung der emotionalen Intelligenz sind aber nicht Teil der Lehre. Was aber haben wir erreicht, wenn nicht ein gesellschaftliches Miteinander die Grundlage unseres Lebens bildet?

Die Rechte von Frauen? Sie sind die Rechte der Männer - sie sind die Rechte der Kinder - sie sind die Rechte aller Menschen - sie sind die Rechte der Natur. Menschenrechte sind nicht teilbar, d. h. jeder Mensch hat einen Anspruch auf die gleichen Rechte - unabhängig von Rasse, Herkunft, sozialem Status, Geschlecht oder anderen Eigenschaften. Rechte bleiben aber Makkalatur, selbst wenn sie in neue Gesetze gegossen werden, wenn nicht Empathie mit Intelligenz gepaart wird, wenn Rechte nur schwer durchzusetzen und nur allzu oft in das Belieben von Bürokraten und Richtern gestellt sind. Welche Frau hat schon die Privilegien, wie Frauen im deutschen Bundestag?  Und dennoch scheinen auch sie für etliche Männer Freiwild zu sein, offensichtlich Wesen zweiter Klasse.  Hier scheint der Kernpunkt des Problems zu liegen: Das tatsächlich real existierende asoziale Mehrklassensystem - getragen von der Respektlosigkeit dem Anderen gegenüber. Verachtung und der Wunsch nach totaler Unterwerfung, meist miteinander gepaart, sind die Eigenschaften, die das schönste Leben unerträglich werden lassen.

Systeme, die den anderen Menschen und die Natur aber nicht achten und respektieren, führen  folgerichtig zu Missachtung und Unterdrückung. Wollen wir dies verhindern, müssen wir aufhören in Geschlechtern, Klassen, Rassen und Kategorien zu denken, sondern  anerkennen, dass alles mit allem verbunden ist und wir uns nur im Miteinander vollenden können.

Wenn diese Überlegungen am Weltfrauentag in die Herzen und Hirne der Menschen eingehen würden, dann hätte nicht nur dieser Tag, sondern jeder andere Gedenktag wirklich seinen Namen verdient.

Peter Merten/ S-Ae

* Unter dem Begriff "Versöhnung der Werte" hat der Künstler Heinz Zolper eine Ansteckbrosche entworfen (Emaille auf Eisen, handgefertigt), die nicht nur gut aussieht und schmückt, sondern mit der man auch öffentlich Position beziehen kann  gegen Intoleranz und für Menschenwürde.

Versöhnung der Werte

Einladung zur Beteiligung

In Zusammenarbeit der Artforum Culture Foundation mit der Winter Stiftung ist unter der künstlerischen Leitung von Heinz Zolper das Projekt Versöhnung der Werte gestartet. In einer Hochzeit von verbitterter Meinungsstreitigkeiten und Fake-News möchte das Projekt eine Kultur-Plattform bieten für ein soziales Miteinander in Liebe und Respekt. Versöhnung der Werte möchte bewußt Emotionen ansprechen und zum Nachdenken anregen. Es geht darum, das Verbindende auch in unterschiedlichen Denkweisen und Kulturen zu erkennen und zu neuem, besserem sozialen Handeln anzuregen. Künstler, Privatpersonen, Entscheider aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft - sie sind alle eingeladen sich zu engagieren und Teil des Projektes  zu werden.
Das Projekt lebt von der Vielfalt an Beteiligung. Gerade die Vielfalt der Menschen und insbesondere auch die vielen anderen  Projekte, die sich den Zielen von Versöhnung der Werte verpflichtet fühlen, können zur Versöhnung der Werte beitragen.
Der künstlerische Leiter Heinz Zolper ist überzeugt, dass mit Hilfe der Kunst eine größere Offenheit gegenüber fremden Vorstellungen geschaffen werden kann; und dass Geist und Seele sich öffnen können für ein Verständnis auch anderer Werte. Er ist zuversichtlich, dass ein gegenseitiges Bemühen um geistig, moralische und materielle Wertschätzungen dazu beitragen können, Konfrontationen aufzulösen. Denn nur im Verstehen und Entgegenkommen kann eine Versöhnung der Werte Wirklichkeit werden.  Die Unantastbarkeit der Menschenwürde, Achtsamkeit und Respekt - sie sind die Parameter und die unumstößlichen Regeln, die einen Ausgleich in der Gesellschaft schaffen und sichern. 

Versöhnung der Werte - Heinz Zolper. ArtForum Editions

(c) Versöhnung der Werte - Heinz Zolper. ArtForum Editions

Zur initialen Unterstützung des gemeinnützigen Projektes ist eine Editionsbox von Heinz Zolper mit 12 Grafiken erschienen.   Preis ab 1.02.2021: 1.980 EUR.

Wenn Sie die grundsätzlichen Ziele des Projektes fördern und sich für eine lebenswertere Gesellschaft einsetzen möchten: Melden Sie sich bitte per Email, erwerben Sie die Edition oder spenden Sie direkt auf unser Spendenkonto.

 

Welt-Aids-Tag

Aids, Corona und andere Pandemien können nur gemeinsam besiegt werden
- oder gar nicht.

Mehr als 12 Millionen Menschen sind weltweit immer noch und immer wieder ohne möglich HIV-Behandlung. Dies trifft ganz besonders hart Menschen in den Entwicklungsländern, der sog. Dritten Welt. Durch Corona wird die mangelhafte Versorgung  noch verschärft. Es ist eine traurige Erkenntnis, dass aufgrund der Corona-Pandemie  sich der Zahl von nahezu 700.000 Toten aus dem vergangenen Jahr noch einmal um über 100.000 Tote vermehren wird. Das Übel ist jedoch damit beschrieben, jedoch noch kein bisschen einer Lösung näher gerückt.. Wollen wir wirklich mehr Schutz für uns, so benötigen wir einen Schutz für alle Menschen. Dies ist nicht nur ein Gebot der Mitmenschlichkeit, sondern auch ein Gesetz der Vernunft.  In einer globalen Welt gibt es keine Abschottung, deshalb gilt um so mehr: Alles was Du dem Anderen angedeihen läßt, hilft Dir auch selbst.

Heinz Zolper, Dame als Symbol. Multiple I Schmuckanstecker. ArtForum Editions

Ein Zeichen setzen für Liebe und Respekt.                   (c) Heinz Zolper, Dame als Symbol. Multiple I Schmuckanstecker. ArtForum Editions

Zolper - Dame mit Aids. ArtForum Editions. Global Galleries

(c) Zolper - Dame mit Aids. ArtForum Editions.      Global Galleries

Es ist deshalb ein nicht nachzulassendes gesellschaftspolitisches Gebot Pandemien jeder Art mit allen sinnvollen Maßnahmen einzudämmen und hoffentlich zum Stillstand zu bringen. So wie Aids indirekt von Corona betroffen ist, wenn die Versorgung mit Therapien nicht im ausreichend möglichen Maße allen Betroffenen zugänglich gemacht wird, so sind auch andere Co-Faktoren wie die Zunahme von häuslicher und sexueller Gewalt, mangelnde Hygiene-Standards und mangelhafte Bildung zu bekämpfen. Wenn eines durch die Corona-Bekämpfung deutlich geworden ist: finanzielle Mittel zur Hilfe für betroffene Menschen sind Gottseidank vorhanden.  Was es braucht, ist aber auch die Erkenntnis einer gesellschaftlichen Vernetzung, der politische Wille zur Umsetzung der Hilfe - und unser aller Solidarität.
Denn Welt-Aids-Tag ist nicht nur heute. Aids-Tag ist-  bis zur Eindämmung dieser Seuche - jeden Tag. 

P.M.

POSITION BEZIEHEN

Dame als Symbol - Statement für Respekt und Menschenwürde

Heinz Zolper ist ein deutscher Künstler, der wie kaum ein anderer sich seit Jahrzehnten für Frauen- und Genderrechte, grundsätzlich für Menschenrechte mit Mitteln der Kunst einsetzt. Die Winter Stiftung Hamburg begleitet und unterstützt den Künstler in seinem Vorhaben in Zusammenarbeit mit der Artforum Culture Foundation und weiteren Stiftungen und Gruppen.  Respekt und Menschenwürde sind unveräußerliche Werte, die die Gesellschaft - und damit auch jedeIr Einzelne verteidigen muss. Ein besonderes Anliegen des Künstlers ist es deshalb die Öffentlichkeit für die Notwendigkeit eines solchen Engagements zu sensibilisieren und zu gewinnen. Ein wichtiges Projekt, dass gerade die Unterstützung vieler Menschen, besonders der Kommunen, Länder und des Bundes einfordert, ist der Schaffung und Errichtung von lebensfrohen Mahnmalen im sozialen Raum gewidmet. Markantes Zeichen ist dabei das stilisierte Porträt einer Dame, die Bestandteil seiner Ikonografie in der Malerei ist, immer wieder variiert mit verschiedenen Attributen. Zugleich hat Zolper dieses Symbol auch in andere Disziplinen wie Grafik oder Plastik übertragen.  

Heinz Zolper, Dame als Symbol. Multiple I Schmuckanstecker. ArtForum Editions

(c) Heinz Zolper, Dame als Symbol. Multiple I Schmuckanstecker. ArtForum Editions

Bereits Andy Warhol, mit dem Zolper über viele Jahre befreundet war,  hatte die Bedeutung des Dame-Symbols als Markenzeichen einer soziopolitischen Positionierung wertgeschätzt. Jetzt hat der Künstler in Zusammenarbeit mit ArtForum Editions ein Multiple gestaltet, das als Schmuckanstecker aus Emaille getragen werden kann. Das Multiple ist handgefertigt aus Emaille auf Eisen, Höhe 5 cm, rückseitig vom Künstler signiert. 
Die „Dame als Symbol“ ist aber nicht nur Kunstwerk und ein wundervolles Schmuckstück, sondern sie ermöglicht es seiner Trägerin oder seinem Träger Position zu beziehen für gegenseitigen Respekt, für die Notwendigkeit der Emanzipation und Gendergerechtigkeit, für soziales Engagement und einen nicht nachzulassenden Einsatz für Menschenrechte - allesamt fragile Werte, die es zu stärken gilt.

Das Multiple kann zum Subskriptionspreis für 50 Euro pro Objekt direkt online bestellt werden bei H.Z@lper.de  
oder bei ArtForum Editions  oder bei der Winter Stiftung Hamburg. 

Erlöse fliessen in das Non-profit-Projekt für Dame-Großskulpturen im öffentlichen Raum.
Wenn Sie das Projekt auch zusätzlich unterstützen möchten, überweisen Sie bitte Ihre Spende unter dem Stichwort "Menschenwürde" auf unser Stiftungskonto. Ihre Spenden sind steuerabzugsfähig.

Viele Sichtweisen – Eine Welt

Joe Brockerhoff - Ost West - painting

(c) Joe Brockerhoff - Ost West - painting

Bedeutung und Schutz des Anderssein und Andersdenkenden

Unsere Welt lebt von der Vielfalt. Wo Monokulturen entstehen, nutzen sie vorerst wenigen, zerstören aber unsere gemeinsamen Lebensgrundlagen. Möglich werden Verwerfungen in der Natur wie im sozialen Leben durch ein Ungleichgewicht gebündelter Kraft. Möchte man Missständen begegnen oder diese beseitigen, so braucht es die Beachtung eines Gleichgewichts im Spiel der Mächte.

Auf die Machtverhältnisse der Natur haben wir wenig Einfluss, aber unser eigenes Leben können wir positiv oder negativ beeinflussen. So ist die Welt der Wirtschaft und Politik durch Regeln und Regelbrüche definiert, mit der Folge nicht nur von prosperierenden Gesellschaften, sondern auch von Klimawandel, Kriegen und Migrationsbewegungen. Wir können etwas ändern, aber nur wenn sich Bewusstsein und daraus folgernd Verhältnisse grundlegend ändern.

Diese Erkenntnisse treffen logischerweise auch auf die Welt der Kunst zu. Kunst und das Kunstsystem führen ja kein Eigenleben, sondern sind immer auch Spiegel der sie umgebenden Natur und Gesellschaft. Der Boom des Kunstmarktes, die Überbetonung von einzelnen Protagonisten, die zum Asset zu verwahrlosen drohen, hat vielen Kunstfreunden ein verzerrtes Bild der Kunstwelt vorgeführt. Will Kunst seine wesentliche gesellschaftliche Aufgabe erfüllen können, so müssen KünstlerInnen endlich als selbstverständliche, weil notwendige Partner im gesellschaftlichen Gefüge wahrgenommen und wertgeschätzt werden. Ohne Kunst und Kultur ist eine Entwicklung der Gesellschaft - und damit auch der Wirtschaft - letztlich unmöglich. Das Notwendige haben und nutzen wollen, es aber dennoch nicht wertschätzen, spiegelt dabei letztlich ein Grundproblem aller gängigen Gesellschaftssysteme. So wichtig es manchmal sein kann, sich auf etwas zu fokussieren, ohne Vielfalt ist alles nichts.

So wie eine Monopolisierung des Kunstgeschehens im Hinblick auf einige wenige "Auserwählte" stattfindet, so ist die Wahrnehmung von Kunst auch durch ein geschlechtsspezifisches Ungleichgewicht geprägt. Jene Phantasie, die erforderlich ist Neues zu schaffen wird in erster Linie dem männlichen Geschlecht zugeschrieben und in zweiter Linie am Marktwert orientiert. Frauen hingegen bleibt bis heute maximal der Status als Musen oder vielleicht als Künstlerförderer zugestanden. Frauen, deren Werk es dennoch an die Öffentlichkeit schafft, bilden noch immer die Ausnahme. Wenn Ihnen Talent zugebilligt wird, dann kann das aber nicht mit rechten Dingen vorgegangen sein.

Wenn man anerkennt, dass ein Kunstwerk bestenfalls Spiegel der Seele ist, so gilt es auch zu beachten, dass Kunst Spiegel der Gesellschaft ist. Diese schließt selbstverständlich die inneren und äußeren Strukturen mit ein. Nicht nur in der Kunstverwaltung, sondern auch im Bereich der Künstlerschaft selbst ist Gleichberechtigung leider aber immer noch terra incognita. Will man gleiche Berechtigung zur Teilnahme am Leben, so ist ein erweitertes Bewusstsein und vor allem Solidarität in der Welt der künstlerischen Einzelkämpfer erforderlich. Sollte es nicht ein Zeichen von Freiheit und Vernunft sein, dass jedes Individuum seinen eigenen Blick auf die Welt entwickeln und vorstellen kann?

Gottseidank gibt es Ansätze gesellschaftlicher Bewegung und auch vereinzelt Künstler, die die Überzeugung von Gleichberechtigung als Prämisse einer sozialen Gemeinschaft offen vertreten. So ruft beispielhaft Michael Jansen, Urgestein der neuen Avantgarde,  in seiner Ausstellung in den Räumen von KunstStücke by Dettmer | art projects zur "Zerstörung der Erwartungshaltung" auf und möchte dazu anregen, verkrustetes Denken weiter aufzubrechen. Sein Künstlerfreund Heinz Zolper, Maler und multimedialer Akteur, engagiert sich über Jahrzehnte für ein Miteinander in "Liebe und Respekt" und betreibt hierzu - nicht ohne satirischen Unterton - sogar einen "Damen-Kult". Damit rückt er die Bedeutung des Weiblichen an sich in den Vordergrund und mahnt zur Verpflichtung des Schutzbedürftigen. Erkennbar wird bei beiden Künstlern die pädagogische Notwendigkeit sich einer grenzwertigen Gesellschaft und einem asozialen Verhalten entgegenzustemmen und vorbildhaft Wege aufzuzeigen. So besteht das grundlegende Wesen einer freien Gesellschaft gerade im Miteinander der Differenzierung wie auch der Übereinstimmung. Insoweit verbietet sich in einer offenen Gesellschaft a priori jedwede Bevorzugung aufgrund natürlicher oder künstlicher Unterschiede.

Menschen benötigen aber nicht nur Kunst und Kultur zum Menschsein, sondern KünstlerInnen brauchen den ungehinderten Zugang zur Öffentlichkeit gleichfalls als Lebensgrundlage. Das Recht auf künstlerische Entfaltung bedingt auch das Recht in Verbindung zu treten und von der Arbeit leben zu können. Insoweit ist es eine gesamtgesellschaftliche Verpflichtung, diese Voraussetzung unabhängig von Geschlechtszugehörigkeit, Alter und vor allem von Beziehungen zu ermöglichen und zu fördern.

Gastbeitrag: ArtExpert I network - Peter Merten, Kunst- und Kulturwissenschaftler*
Der Beitrag erscheint auch bei  KunstStücke by Dettmer I art projects

* Zuletzt wurden von Merten folgende Bücher bei ArtForum Editions I KulturPlusMedien (neu) herausgegeben:
- Geglaubte Wahrheiten. Beitrag zur Philosophie der Fotografie. Betrachtungen zum Werk des Konzeptkünstlers und Fotografen Heinz-Günter Mebusch, 2020
- KAIN - Prinzip des Bösen. 2019
- Magie der Malerei /oder/ Wie es ist, Du selbst zu sein. Heinz Zolper-Monografie 

Bestellung online unter: winterstiftung(at)web.de.

 

 

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Zerstörung der Erwartungshaltung

Michael Jansen fordert zu neuem Sehen heraus

Ausstellung in Köln bis 28. Mai 2020 verlängert.

Liebe Kunstfreundinnen und Kunstfreunde,

aufgrund der aktuellen Entwicklung des Coronavirus/COVID-19 werden die Ausstellungsräume von Dettmer art Projects in Köln bis auf Weiteres für Publikum nicht mehr so frei zugänglich sein. Künstler und Ausstellungsmacherinnen sind jedoch der Überzeugung sind, dass gerade in diesen Zeiten neues Sehen den Blick auch auf unseren Alltag und unsere Zukunft schärfen hilft. Aus diesen Gründen und wegen des nach wie vor hohen Interesses wird die Ausstellung mit Werken von Michael Jansen fortgeführt. Zugang  erfolgt jedoch ausschliesslich nach Voranmeldung und Vereinbarung unter den maßgeblichen Hygieneschutzbestimmungen. 
Das Team von Dettmer art projects steht über contact@kunststueckebydettmer.com  für Kunstinteressenten zur Verfügung. Ansonsten können Sie sich wie gewohnt auch direkt per Mail an die Winter Stiftung wenden.

Wir wünschen Ihnen viel Freude an der Kunst
und vor allem gute Gesundheit.

Einladung zur Entschleunigung

In der Kölner Kabinettausstellung des Künstlers Michael Jansen (*1951)  werden wesentliche Grundbereiche seiner bildnerischen Formensprache vorgestellt: 
Zeichen (als Zeichnung und Relief), OptiMystische Vitamine (diaphane Farbwelten), künstliche Landschaften, Farbfeldmalerei und Lichtbilder. Spontan und vielfältig erscheinen  unbekannte Zeichen als Zeichnung oder als Relief. Seine Werkreihen OptiMystische Vitamine und Künstliche Landschaften sprechen die Sinne und Psyche an.  Beispiele seiner FarbFeldMalerei (FFM) laden zur Meditation und historischen Rückbesinnung ein. In seinen Lichtbildern schliesslich fügt Jansen unterschiedliche Motive, digitale Bearbeitungen und Substanzen zu einem neuartigen Ganzen zusammen. Jansen fordert den Betrachter zu neuem Sehen heraus und macht ihn damit zum Partner seiner Kunstkonzeption

Im Kunstsalon der Rechtsanwältin und Malerin Jana Dettmer, Dettmer art projects Köln,  wird mit einer Kabinettausstellung zum zweiten Mal ein Einblick  in das Werk eines Künstlers gewährt, dem gleichfalls wesentliche Impulse  zur neueren Kunst zu danken sind. Zu erinnern ist u.a. an Zusammenarbeit von Michael Jansen mit Joseph Beuys (Raum 3 / Die ganze deutsche Nachkriegslyrik ...), mit John Cage, Marina Abramovicz oder Mike Hentz. Meilensteile seiner Weltgeschichte sind insbesondere seine cross-over Installationen (Soundscape, Wetter-Projekte) oder seine Auftritte während der Documenta-Ausstellungen 1983 und 93. 
Die Auswahl der Exponate wird durch Beiträge aus Privatbesitz und Leihgaben der Winter Stiftung ermöglicht. Michael Jansen ist in der Winter Stiftung seit Jahren mit beispielgebenden Werken vertreten. Werke des Künstlers fanden ihren Eingang in private und öffentliche Sammlungen meist nur projektbezogen.  Umso interessanter ist die große Unterstützung von Privatsammlungen, die aus ihrem Fundus einzelne Werke zum Kauf bereitstellen, um mit den Erlösen die Arbeit des engagierten Kunstprojectes von KunstStücke by Dettmer art projects zu unterstützen. 

Vernissage Köln, Donnerstag, 27.Februar 2020, 18:30. 
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (15 EUR). Der Künstler ist am Abend der Vernissage anwesend.
Die Vernissage wird musikalisch begleitet von Jumana Hamandouche (Klarinette) und Marion Mick (Akkordeon).

Ausstellung 28. Februar - 28. Mai 2020
KunstStücke by Dettmer I art projects. Stammheim Straße 15 (Nähe Botanischer Garten), 50735  Köln 

 

Zolper: Anregung nicht nur zum Weltfrauentag

Liebe und Respekt. Public-sculpture-project von Heinz Zolper

 

Weltfrauentag: Heinz Zolper, Liebe und Respekt. Dame-Skulptur vor Hamburger Rathaus, Entwurf

Weltfrauentag: (c) Heinz Zolper, Liebe und Respekt. Dame-Skulptur vor Hamburger Rathaus, Entwurf

Heinz Zolper hat erst vor kurzem in einem Symposium zu Feminismus und Genderdiskussion in Vorbereitung zum Weltfrauentag 2020  zum wiederholten Male  auf die Bedeutung eines ganzheitlichen sozialen Lebens aufmerksam gemacht und Dominanzen außerhalb eines sachlich und ethisch verantwortbaren Kontextes eine klare Absage erteilt. Autoritärer Herrschaftsanspruch und nahe folgend Unterdrückungsmechanismen dürfen in einer aufgeklärten Welt keinen Platz haben. Sie sind ein Anachronismus, der allerdings sehr deutlich macht, wie schlecht es im einzelnen um Bildung und das Sozialgefüge von Gesellschaften und Gruppen bestellt ist.

Selbstständige Teilhabe am gemeinsamen Leben     

Angesichts der weltweit - und insbesondere auch in weiten Bereichen der sog. westlichen Hemisphäre –  geringeren Chance für Frauen und weitere unterpräsentierte Gesellschaftsbereiche auf selbstständige Teilhabe am gemeinsamen Leben, ist es letztlich nicht damit getan, nur einzelne Frauen zu privilegieren durch in Aussicht gestellte Führungspositionen. Solange bestehende Systeme lediglich Figurenaustausch versprechen, eine Konsolidierung der biologischen und psychischen Erfordernisse und Ziele jedoch von scheinbar ohnmächtigen Bereichen außer acht lässt, bleibt die bisherige funktionale Ausrichtung unverändert. Deshalb sollten Quotenregelungen auch nur als eine Mindestforderung in Form von ungehinderten und direkt einforderbaren Rechten erfolgen; alles andere geht an den Interessen von Mädchen und Frauen, aber auch anderer benachteiligter Gruppen (wie Kindern oder Minderheiten) vorbei. Eine Besserung des Status quo kann nur im Hinblick auf eine Gleichstellung und durchsetzbare Rechte für alle erfolgen. Denn was nützt es einzelne Schaltfiguren auszutauschen, ein ungerechtes System jedoch zu erhalten. Respekt vor Frauen, aber generell Respekt vor der gesamten Schöpfung, braucht klare Regeln und sichtbare Zeichen der Mahnung und Erinnerung. Respekt kann aber auch nur da wirklich entstehen, wo Selbstvertrauen und ein Verständnis für die Notwendigkeit der Liebe sich entwickeln.  Dies setzt selbstverständlich einen Prozess des Lernens und Verstehens voraus – bei den Betroffenen als auch bei den Menschen, die dies böse oder unwissend zu verhindern wissen. Ein solcher Prozess benötigt gleichzeitig entsprechenden Raum und Sicherheit, sonst kann er sich nicht entwickeln. Um eine Polarisierung zu vermeiden gilt es gleichzeitig deutlich zu machen, dass tatsächliche oder vermeintliche Herrschaftsansprüche die Persönlichkeit des Ausübenden verkrüppeln und seine Chancen einer positiven Teilhabe am Leben generell mindern. Letztlich spielt es ja keine entscheidende Rolle ob männlich, weiblich oder kindlich - was zählt ist die Vielfalt des Lebens. Die Achtung und Respekt vor sich und dem Gegenüber sind Grundvoraussetzung für jedes soziale Miteinander und jedes nachhaltige Leben. Missachtung und Respektlosigkeit, egal durch wen, sind hingegen asozial. Die Verfolgung dieser Ziele geht nur über einen Paradigmenwechsel in den Köpfen aller, wenn wir möchten, dass unserer Verhalten endlich durch Liebe und Respekt geprägt werden. Dies schließt selbstverständlich die gesellschaftliche Ächtung von missachtenden oder gar missbräuchlichen Verhalten und Taten mit ein. Nur diese Grenzen müssen für alle adäquat gelten, ungeachtet vom Geschlecht und Alter; und sie sollten nicht vor den Wirtschaftsinteressen einzelner Halt machen und natürlich die Erde mit allen Geschöpfen einschließen.

Achtung dem Anderen und der Umwelt gegenüber   

Diese Ziele verfolgt der Künstler Heinz Zolper (*1949) seit nunmehr einem halben Jahrhundert.  Und er hat für seinen Diskurs eine anpassungsfähige Metapher geschaffen, das sogenannte „Dame“-Bildnis – das er als weithin sichtbares Zeichen stärker in den Blick der Öffentlichkeit rücken möchte. Wenn Zolper Liebe erhofft und Respekt einfordert, so vertraut er auf nichts anderes als einen Prozess in des Wortes wahrer Bedeutung.  ‚Wieder-Schau‘ als wörtliche Übersetzung des lateinischen respectio bezieht sich auf die wiederholte Betrachtung und gründliche Beurteilung eines neuen Eindrucks, um der Begrenztheit und Oberflächlichkeit des ersten Blickes zu entgehen. Erst ein ständig Hinterfragen eigenen Tun und unserer unmittelbaren Sichtweisen kann zur Anerkennung der Rechte des Anderen und damit zu Achtung dem Anderen und der Umwelt gegenüber führen. Wo Liebe und Respekt jedoch fehlen oder nicht genügend Beachtung finden, verlieren letztlich alle, ungeachtet der vermeintlichen Machtposition. Insoweit ist Zolpers „Dame“, nicht nur ein vielfältiges Zeichen des eingeforderten Respektes vor den Frauen, sondern ein Mahn- und Denkmal für die Unvollständigkeit des Menschen und für ein soziales Miteinander. Der Künstler, dessen Werk die Winter Stiftung seit vielen Jahren begleitet, möchte seine „Dame“-Skulpturen im öffentlichen Raum nicht nur als Mahnmal verstanden wissen, sondern mit ihnen als weit sichtbares Denk-mal zur Motivation anregen. 

Literaturhinweise:
Magie der Malerei/oder/ wie es ist, Du selbst zu sein, Monografie, 2019, ArtForum Editions
Kain - Prinzip es Bösen, 2019, ArtForum Editions
Zolper, Damen-Kult, Katalog Dettmer art projects, ArtForum Editions

Weblinks:
Homepage des Künstlers
Kunststücke by Dettmer | art projects

Vergleiche auch: Fragments from now. For an unfinished future, Bundeskunsthalle, Bonn, 20.03. - 03.05.2020

Feminismus- und Genderdiskussion

HEINZ ZOLPER: DAMEN - KULT

Damen-Kult. Heinz Zolper

(c) Heinz Zolper, Damen-Kult. Bundesbild V

Bereits die frühen Ideen des europäischen Feminismus proklamierten nichts anderes als die Menschenrechte. Scheinbar Selbstverständliches ist nicht nur in den mittelalterlichen Vorstellungen arabischer Kulturen ein schwarzes Loch, sondern auch in unseren modernen Gesellschaften oftmals nicht über die Feigenblattattidüde hinausgewachsen.  Ein Künstler, der sich eingehend mit dem Thema 'Freiheit und Recht' und ganz besonders mit 'weiblicher Freiheit' beschäftigt hat, ist Heinz Zolper. Mit seinem Zeichen der "Dame" wirkt er wie kaum ein anderer Künstler auf die Bewusstseinsmachung einer immer noch unerfüllten Notwendigkeit hin. Seine "Dame"- Bildnisse und Skulpturen stehen für eine geistige und gesellschaftliche Haltung, die seiner Kunst in Permanenz den Status der Avantgarde zusprechen darf.

Im Kunstsalon der Rechtsanwältin und Malerin Jana Dettmer, Dettmer art projects Köln,  wird in Zusammenarbeit mit der Winter Stiftung dieser besondere Aspekt in Zolpers Schaffen in einer Kabinettausstellung präsentiert.
Gezeigt werden Grafiken, Malerei und Skulpturentwürfe. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (15 EUR).

Vernissage Donnerstag, 30.01.2020, 18:30.
Ausstellung 30. Januar - 19. Februar 2020, verlängert bis zum 25. Februar 2020.

KunstStücke by Dettmer art projects. Stammheimer Straße 15 (Nähe Botanischer Garten), 50735  Köln 

 

Magie der Malerei

Heinz Zolper - Gemälde 1979 bis 2019

Zolper - GemäldeI Paintings - monograph (c)ArtForum Editions

Zolper - GemäldeI Paintings - monograph (c) Zolper I ArtForum Editions

Unter dem Titel „Heinz Zolper, Magie der Malerei /oder/ wie es ist, Du selbst zu sein“ ist bei ArtForum Editions eine Monografie mit Gemälden von 1979 – 2019 erschienen. Das Buch gibt es als Soft- und Hardcover-Ausgabe. Die Erstauflage ist nummeriert und signiert. Den ersten 50 Exemplaren liegt  eine unikatäre Grafik des Künstlers bei. Buch mit Grafik sind erhältlich im Kunstbuchhandel oder bei der Winter Stiftung Hamburg, die die Herausgabe dieser Publikation mitgefördert hat. Der Künstler, der in diesem Jahr 70 Jahre alt wurde, ist bereits mit mehreren Gemälden in der Sammlung der Winter Stiftung vertreten.
Heinz Zolper, einzigartiger künstlerischer Partner von so unterschiedlichen Persönlichkeiten wie Milva, Udo Kier, Mae West, Russ Meyer, Rainer Fassbender und Andy Warhol, ist ein namhafter figuraler Maler und crossover-Künstler. Typisch für seine künstlerische Aussage ist eine philosophische Herangehensweise mit humoristischen Elementen und historischen Referenzen.
Bekannt wurde er als Schöpfer des „Dame“-Kultes. Die Dame, als emblematisches Zeichen stilistisch angelehnt an Matisse wie auch an Warhols Marilyn Portraits, ist oft wiederkehrendes Element seiner Gemälde, Grafiken und Skulpturen.  Mit dieser Figur setzt er bereits früh eine Landmark für die Bedeutung der Frau und der Gleichberechtigung der Geschlechter.

 

Prinzip des Bösen

(c)Heinz Zolper - Prinzip des Bösen. Der Betrachter - Austellungsansicht

(c) Heinz Zolper - Prinzip des Bösen. Der Betrachter - Ausstellungsansicht

Buchveröffentlichung zur Werkreihe "KAIN" von Heinz Zolper

In der beispiellosen Veröffentlichung "Kain - Prinzip des Bösen" gehen der Autor Orestis Safiriou und der Maler Heinz Zolper der Frage nach, wie das Böse überhaupt zustande kommt und welche Bedeutung wir ihm zumessen können. Das vorliegende Buch basiert auf einer gemeinsamen Idee, die auf Diskussionen seit den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts zurückgeht. Möglich wurde die Herausgabe durch die aktualisierte Neubearbeitung durch die Verwendung von Texten des Autors, die seit Ende der 90er Jahre im Artforum Archiv bewahrt werden. Der Künstler Heinz Zolper, zu dessen 70.Geburtstag das Buch in limitierter Auflage mit beigelegten unikatären Grafiken erscheint, widmet sich weiterhin dem Thema in meist großformatigen Werken. Im Mittelpunkt steht die Frage, warum das Böse und vor allem das Böse dynamisierte Kräfte sind, das Gute aber dennoch meist nur in einer statichen Position verbleibt.  Beide verfolgen diese Frage nach dem Prinzip des Bösen auf unterschiedliche Weise und gewähren intellektuelle und emotionale Einblicke in ein System, dem wir als Individuum und als Gesellschaft nicht entkommen können. In diesem Sinne ermutigen sie uns, eine Position einzunehmen. Sie regen Fragen an, die nicht nur unser persönliches Leben auf die Probe stellen, sondern auch anregen zum Nachdenken über die weitreichenden Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft und deren Nutzen für Mensch und Natur.

Heinz Zolper, Einzelgänger und künstlerischer Partner von so unterschiedlichen Persönlichkeiten wie Milva, Udo Kier, Mae West, Russ Meyer, Rainer Fassender oder Andy Warhol, ist ein bedeutender figürlicher Maler und Crossover-Künstler seiner Generation. Typisch für die Kunst von Zolper ist ein hoher philosophischer Anspruch und stilistisch eine Mischung verschiedener Motive mit humoristischen Elementen und historischen Bezügen. Bereits zuvor erschien anläßlich des diesjährigen Jubiläums vom selben Autor der Band "Zolper. Magie der Malerei /oder/ Wie es ist, Du selbst zu sein. Gemälde I Paintings". Beide Veröffentlichungen erschienen bei ArtForum Editions, die auch das grafische Werk des Künstlers herausgibt. Die Veröffentlichungen erfolgen mit Unterstützung der Winter Stiftung.

Die Bücher sind erhältlich über den Kunstbuchhandel oder auf Anfrage unter winterstiftung(at)web.de .