Positionen zur Malerei

Neue intersubjektive Politik des Sehens von Malerei

Carnivalesca . Was Malerei sein könnte  ist eine Ausstellung, Performance und Diskussion mit und über eine  Neubestimmung der Malerei aus unterschiedlichen internationalen Positionen.  Die Ausstellungen Hamburg findet vom 6. März bis zum 2. Mai 2021 statt, koronabedingt jedoch größtenteils als virtuelles Angebot. Das mindert nicht ihre Bedeutung und Möglichkeiten, den die Interessenten könne über das Internet an den vielen Angeboten jederzeit und individuell teilhaben.

(c) Carnivalesca, Ausstellung /Diskussion/ Performance im Kunstverein Hamburg I Winter Stiftung Hamburg(c) Carnivalesca, Ausstellung /Diskussion/ Performance im Kunstverein Hamburg                                                  Winter Stiftung Hamburg

Die anthropozentrischen und eurozentrischen Vorstellungen in der Malerei der westlichen Welt vom Subjekt und seinem Engagement in der kulturellen Produktion greift auf jahrhundertealte ererbte Individualisierungs-prozesse zurück. Dem soll mit fiesem Projekt die  Idee der Diversität von Erfahrung entgegensetzt werden,  die Idee einer Vielfalt in der Gesellschaft und ihren sozialen Strukturen sowie, mit Blick auf die Künste im Besonderen, nicht zuletzt die Idee individueller Erfahrungen in der Multitude.
Die zeitgenössische Kunst spiegelt für Künstlerinnen und Betrachter:innen die Probleme wider, mit denen sie in ihrem täglichen Leben konfrontiert sind.
Die Ausstellung in Hamburg schafft einen Raum, in dem das Performative, Körper, Künstlersubjekte und ihre Gesten sowie ihre vielfältigen, globalen Geschichten und Bedeutungen formal gleichberechtigt sind.
Erweitert wird die analog/virtuielle Ausstellung  durch ein

Online-Programm:

#DIALOGUES
Anmeldung / Registrations
presse@kunstverein.de

25.3.2021, 18.30 Uhr
Andrée Sfeir-Semler im Gespräch mit / in conversation with Bettina Steinbrügge (Live)
1.4.2021, 11 Uhr
Helen Johnson im Gespräch mit / in conversation with
Nicholas Tammens (Live)
8.4.2021
El Hadji Sy und / and Clémentine
Deliss im Gespräch mit / in conversation with Bettina Steinbrügge (Live)
15.4.2021, Online ab 15 Uhr
Lee Kit im Gespräch mit / in conversation with Bettina Steinbrügge
22.4.2021, 18.30 Uhr
Hugo Canoilas im Gespräch mit / in conversation withNicholas Tammens (Live)

#PERSPECTIVES
Mit / With Nicolaus Schafhausen, Alisa Tsybina, Kolja Reichert, Gabriela Těthalová, Klaus Honnef, Marie Becker

 

 

 

Weltfrauentag – ja! Jeden Tag!

Emanzipation, Freiheit und Toleranz als soziale Aufgabe

Der Tag der Frau, des Kindes,  der Tag der Migranten und Flüchtlinge; aber auch der Tag des deutschen Schlagers, der Poesie und der Jogginghose. Was sie gemeinsam haben? Sie wollen aufmerksam machen auf den nötigen Respekt gegenüber eines Teil der Menschheit, einzelner Gruppen oder auch nur für das banale Interesse einer Sache oder eines Hobbys.

Der Weltfrauentag ist dennoch etwas Besonderes, denn er betrifft über die Hälfte der Menschheit. Es ist deshalb erstaunlich, dass es ihn überhaupt gibt. Erstaunlich ist auch, dass er sogar gesetzlicher Feiertag ist in so unterschiedlichen Regionen wie dem Bundesland Berlin,  Afghanistan, Georgien und Kuba.

"Wollen wir Missachtung und Unterdrückung verhindern,
müssen wir aufhören in Geschlechtern, Klassen, Rassen und Kategorien zu denken,
sondern anerkennen, dass alles mit allem verbunden ist
und wir uns nur im Miteinander vollenden können."

Ein Gedenktag möchte aufmerksam machen, auf etwas was bedroht ist, was verloren zu gehen droht. Aber sind Frauen in der Bedrängnis auszusterben? Sicher nicht; ihr Anteil an der Menschheit liegt aktuell bei über der 50%, mit durchaus steigender Tendenz. Ins Leben gerufen wurde der Weltfrauentag 1910 von der deutschen Sozialistin Clara Zetkin, um das Wahlrecht für Frauen zu fordern. Im damaligen Europa war das Wählen gerade einmal den Finninnen erlaubt. Frauenwahlrecht war damals noch ersehnte Utopie.

(c) Werte-Anstecker von Heinz Zolper. Symbol für Emanzipation, Freiheit und Toleranz. ArtForum Editions

(c) Werte-Anstecker von Heinz Zolper. Symbol für Emanzipation, Freiheit und Toleranz. ArtForum Editions*

Um Frauenrechte war und ist es aber generell nicht so gut bestellt.  In einem anscheinend so zivilisierten Land wie der Schweiz  wurde die politische Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau erst 1971 eingeführt. Wesentlich fortschrittlicher war auch die Bundesrepublik Deutschland nicht, wo erst 1976 nach entsprechenden Resolutionen der UNO das Leitmodell der „Hausfrauenehe“ durch das Partnerschaftsprinzip ersetzt wurde. Seither gibt es für die Ehe keine gesetzlich vorgeschriebene Aufgabenteilung mehr. Die Ehefrau kann endlich nicht nur selbstständig arbeiten, sondern auch selbst über ihr Konto verfügen und Kredite aufnehmen ohne Zustimmung des Ehemannes. Erst 2013 stimmte eine Konferenz der Vereinten Nationen für eine Erklärung, nach der Frauen und Mädchen die gleichen Rechte und der gleiche Schutz wie Männern und Jungen gewährt werden sollen. Letzten Endes entsprach diese Regelung nur der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte aus dem Jahre 1948.

Frauen auf dem Vormarsch - Hat sich etwas geändert?

Mittlerweile sind Frauen - außer in der islamischen Welt - überall auf dem Vormarsch. Und in Deutschland? - Da kann man sich gerade nicht einmal vorstellen, dass es anstelle der Kanzlerin einen Kanzler geben sollte. Frauen scheinen viel erreicht zu haben - sie arbeiten als Pilotinnen, werden Box- und Fußballweltmeisterinnen und sind als Expertinnen in Chefetagen gesucht.

Und? Was hat das bisher gebracht? Schaut man sich die Situation der Frauen in ihrer Doppelbelastung zwischen Familie und Beruf an, so entdeckt man immer noch diesen Teil der Menschheit eingekeilt zwischen einer Männerwelt, die nicht aufgrund von fachlichen Qualitäten allein dominieren möchte, sondern als Träger eines „vorstehenden Geschlechts“.  Das Verhalten, das Frauen, unabhängig von Ausbildung und beruflicher Stellung, tagtäglich erfahren müssen von Seiten der Männerwelt - und gerade auch von Frauen, die sich aus Unvernunft oder aus Opportunismus auf die Seite der mächtigeren Männer stellen -  ist nach wie vor bemerkenswert bis irritierend und sogar abgrundtief hasserfüllt. Die Rolle, die Männer nach einer Ewigkeit des Matriarchats, übernommen haben, diese Rolle wollen viele nicht oder nur sehr ungern ablegen. Das Primatenverhalten von Männern, insbesondere solchen, die sich als Alpha-Männchen gerieren, ohne die notwendigen Fähigkeiten überhaupt zu besitzen, verhindert nicht mehr den Weg zur Gleichberechtigung, die für jeden logisch denkenden Menschen nicht diskutierbar ist, aber sie behindert sie unsäglich.

Der Blick auf Frauen und Ihre Chancen macht nur allzu deutlich, dass sie bei gleichen Voraussetzungen Männer sogar überholen können. Frauen machen heute häufig bessere und schnellere Abschlüsse als ihre männlichen Kommilitonen sogar in den Ingenieur- und Naturwissenschaften. Einer Studie aus Großbritannien zufolge tragen z.B. von Frauen operierte Patienten ein geringeres Risiko. Frauen sind z.B. auch im Finanzsektor oft die erfolgreicheren Anleger. Nach der Studie "Women Matter" der Unternehmensberatung McKinsey erwirtschaften Firmen mit hohem Frauenanteil  in den Führungsetagen deutlich mehr Umsatz als rein männlich geführte. Dies sollte eigentlich hoffnungsfroh stimmen, denn es nützt der ganzen Gesellschaft.

Frauen leben wesentlich länger als Männer, möglicherweise, weil sie  ausgeglichener und damit weniger stark depressionsgefährdet sind als ihre männlichen Geschlechtsgenossen.

Aber all das beschreibt die Situation in sogenannten zivilisierten Staaten, sie spricht nicht per se für  die Frauensituation weltweit, wo physische Unterdrückung erklärter Teil des traditionellen patriarchalischen Systems sind. Eine besonders grausame „Tradition“ ist  die Beschneidung von jungen Mädchen, die vornehmlich in Afrika, aber auch weiteren Bereichen der Welt praktiziert wird. Es wird geschätzt, dass weltweit etwa 200 Millionen beschnittene Mädchen und Frauen mit Genitalverstümmelungen leben und jährlich kommen etwa drei Millionen Mädchen hinzu, meist unter 15 Jahren. Angesichts der Situation von Frauen weltweit, also etwa 4 Milliarden Menschen, bewirken diese kriminellen Auswüchse, denn nichts anderes stellen sie für die Betroffenen dar, ein schreckliches Elend; aber dennoch bilden sie eine Ausnahme.  Eine Ausnahme sind auch die vielen Millionen Frauen, die durch Menschenhandel und Sklaverei ihres Menschseins beraubt sind.

Eine nahezu alle Frauen betreffende Situationen sind aber die Aggressionen, die Ihnen alltäglich widerfahren können, innerhalb ihrer Familien, wenn sie allein unterwegs sind - und erst recht  am Abend oder in der Nacht. Allein die tagtägliche Angst, die Frauen wie Kinder erleben müssen, ist bereits auf den ersten Blick monströs. Dies zeigt noch einmal das Verhältnis der Geschlechter untereinander und das Verhalten Frauen und Kindern gegenüber während der Pandemiezeit sehr anschaulich. Man kann es drehen und wenden, wie man möchte, es sind Männer - und sie unterstützende Frauen - die für dieses Desaster zuständig sind. Irgendetwas scheint in der Erziehung der Menschen komplett aus dem Ruder zu laufen, wenn man bedenkt, dass in den meisten Fällen auch die Männer ja von Müttern erzogen werden und diesen Müttern auch für den erwachseneren Mann eine hohe Kernkompetenz zugestanden wird.  Wie kann  es dann nur zur Respektlosigkleit gegenüber Frauen oder allgemein gegenüber den  vermeintlich Schwächsten kommen? Liegt es vielleicht darin, dass Mütter in ihre Söhne eigene Vorstellungen vom Anführer und Gewinner - der ihnen unterstellt ist - projezieren? Da gibt es aber auch noch die Schule und sonstigen Ausbildungsstätten, wo eigentlich nach erprobten pädagogischen Konzepten junge Menschen aufs Leben vorbereitet werden sollen.  Die Wirklichkeit ist leider nur allzuoft anders: Harter Wettbewerb verdrängt soziales Miteinander; Mobbing ist an der Tagesordnung, wobei nicht der Mobber, sondern der Gemobbte die Konsequenzen trägt. Man wird vorbereitet einer Wirtschaft nützlich zu sein, lernt bestenfalls, wie man Maschinen und Softwareprogramme erfinden kann. Leistungen den Mitmenschen  gegenüber und Förderung der emotionalen Intelligenz sind aber nicht Teil der Lehre. Was aber haben wir erreicht, wenn nicht ein gesellschaftliches Miteinander die Grundlage unseres Lebens bildet?

Die Rechte von Frauen? Sie sind die Rechte der Männer - sie sind die Rechte der Kinder - sie sind die Rechte aller Menschen - sie sind die Rechte der Natur. Menschenrechte sind nicht teilbar, d. h. jeder Mensch hat einen Anspruch auf die gleichen Rechte - unabhängig von Rasse, Herkunft, sozialem Status, Geschlecht oder anderen Eigenschaften. Rechte bleiben aber Makkalatur, selbst wenn sie in neue Gesetze gegossen werden, wenn nicht Empathie mit Intelligenz gepaart wird, wenn Rechte nur schwer durchzusetzen und nur allzu oft in das Belieben von Bürokraten und Richtern gestellt sind. Welche Frau hat schon die Privilegien, wie Frauen im deutschen Bundestag?  Und dennoch scheinen auch sie für etliche Männer Freiwild zu sein, offensichtlich Wesen zweiter Klasse.  Hier scheint der Kernpunkt des Problems zu liegen: Das tatsächlich real existierende asoziale Mehrklassensystem - getragen von der Respektlosigkeit dem Anderen gegenüber. Verachtung und der Wunsch nach totaler Unterwerfung, meist miteinander gepaart, sind die Eigenschaften, die das schönste Leben unerträglich werden lassen.

Systeme, die den anderen Menschen und die Natur aber nicht achten und respektieren, führen  folgerichtig zu Missachtung und Unterdrückung. Wollen wir dies verhindern, müssen wir aufhören in Geschlechtern, Klassen, Rassen und Kategorien zu denken, sondern  anerkennen, dass alles mit allem verbunden ist und wir uns nur im Miteinander vollenden können.

Wenn diese Überlegungen am Weltfrauentag in die Herzen und Hirne der Menschen eingehen würden, dann hätte nicht nur dieser Tag, sondern jeder andere Gedenktag wirklich seinen Namen verdient.

Peter Merten/ S-Ae

* Unter dem Begriff "Versöhnung der Werte" hat der Künstler Heinz Zolper eine Ansteckbrosche entworfen (Emaille auf Eisen, handgefertigt), die nicht nur gut aussieht und schmückt, sondern mit der man auch öffentlich Position beziehen kann  gegen Intoleranz und für Menschenwürde.

Versöhnung der Werte

Einladung zur Beteiligung

In Zusammenarbeit der Artforum Culture Foundation mit der Winter Stiftung ist unter der künstlerischen Leitung von Heinz Zolper das Projekt Versöhnung der Werte gestartet. In einer Hochzeit von verbitterter Meinungsstreitigkeiten und Fake-News möchte das Projekt eine Kultur-Plattform bieten für ein soziales Miteinander in Liebe und Respekt. Versöhnung der Werte möchte bewußt Emotionen ansprechen und zum Nachdenken anregen. Es geht darum, das Verbindende auch in unterschiedlichen Denkweisen und Kulturen zu erkennen und zu neuem, besserem sozialen Handeln anzuregen. Künstler, Privatpersonen, Entscheider aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft - sie sind alle eingeladen sich zu engagieren und Teil des Projektes  zu werden.
Das Projekt lebt von der Vielfalt an Beteiligung. Gerade die Vielfalt der Menschen und insbesondere auch die vielen anderen  Projekte, die sich den Zielen von Versöhnung der Werte verpflichtet fühlen, können zur Versöhnung der Werte beitragen.
Der künstlerische Leiter Heinz Zolper ist überzeugt, dass mit Hilfe der Kunst eine größere Offenheit gegenüber fremden Vorstellungen geschaffen werden kann; und dass Geist und Seele sich öffnen können für ein Verständnis auch anderer Werte. Er ist zuversichtlich, dass ein gegenseitiges Bemühen um geistig, moralische und materielle Wertschätzungen dazu beitragen können, Konfrontationen aufzulösen. Denn nur im Verstehen und Entgegenkommen kann eine Versöhnung der Werte Wirklichkeit werden.  Die Unantastbarkeit der Menschenwürde, Achtsamkeit und Respekt - sie sind die Parameter und die unumstößlichen Regeln, die einen Ausgleich in der Gesellschaft schaffen und sichern. 

Versöhnung der Werte - Heinz Zolper. ArtForum Editions

(c) Versöhnung der Werte - Heinz Zolper. ArtForum Editions

Zur initialen Unterstützung des gemeinnützigen Projektes ist eine Editionsbox von Heinz Zolper mit 12 Grafiken erschienen.   Preis ab 1.02.2021: 1.980 EUR.

Wenn Sie die grundsätzlichen Ziele des Projektes fördern und sich für eine lebenswertere Gesellschaft einsetzen möchten: Melden Sie sich bitte per Email, erwerben Sie die Edition oder spenden Sie direkt auf unser Spendenkonto.

 

Peter Jacobi im MNAC Bukarest

Peter Jacobi - Retrospektive im MNAC Bukarest

(c) Peter Jacobi - Retrospektive im MNAC Bukarest

Prof. Peter Jacobi, Bildhauer und konzeptioneller Fotokünstler, ist im MNAC Bukarest eine Einzelausstellung gewidmet. Zum Ende seiner Weltkarriere stellt die retrospektive Ausstellung, die auch neue Skulpturen und Fotoarbeiten enthält, eine erneute Würdigung eines der bedeutendsten rumänisch-deutschen Künstler der Gegenwart dar. Sein Memorial für die Opfer des Holocaust in Rumänien in Bukarest (2009) gedenkt der Opfer des faschistischen rumänischen Regimes unter Ion Antonescu. 
Der Ausstellung ist im dritten Stock des ehemaligen Präsidentenpalastes, des größten Gebäudes der Welt, großzügig Raum gegeben. Auf den gewaltigen Flächen ist für Besucher*innen reichlich Abstand möglich, was gerade in Corona-Zeiten sehr wichtig ist. Da aufgrund der Pandemie der Besucherandrang voraussichtlich kleiner ausfallen wird,  hat das Museum für moderne zeitgenössische Kunst (MNAC) geplant, regelmäßig auch einzelne Werke oder Werkgruppen auf der Website des Museums bzw. auf Facebook zu präsentieren.

(c) Peter Jacobi - One man show im MNAC Bukarest. Exhibition-Design Atilla Kim. Winter Stiftung -2

(c) Peter Jacobi - One man show im MNAC Bukarest. Exhibition-Design Atilla Kim. Winter Stiftung -2

Peter Jacobi (*1935),  hat in über 60 Jahren ein beeindruckendes und vielgestaltiges Werk geschaffen, das in Skulpturen und Fotoarbeiten  grundlegende Fragen der Zeit, Vergänglichkeit und Erinnerung thematisiert. Seine Werke sind in Museen und in öffentlichen Institutionen vieler Ländern zu finden.

Weitere Hinweise zu Peter Jacobi finden Sie auch auf unserer Partner-Site: Global Galleries. 

PETER JACOBI
MUZEUL NATIONAL DE ARTA CONTEMPORANA, MNAC
Bucharest, Romania
11.12.2020 - 28.03.2021

Wieder H offen

Künstler lassen hoffen

Michael 'Mike' Jansen, der Winter Stiftung seit Anbeginn eng verbunden, stellt zusammen mit Künstlerkollegen in der Galerie D'Hamé aus. Die Künstler möchten in Zeiten der Corona-Pandemie und des damit verbundenen Lockdowns Zeichen setzen für ein Wiederhoffen auf eine bessere Zukunft. Im Wortspiel des Ausstellungstitels WIEDERHOFFEN verweisen Jansen und seine Kolleginnen und Kollegen auf die Bedeutung von Kunst und Kultur  für die Gestaltung des Lebens. Sie machen deutlich, dass Kunst wie das tägliche Brot zur Lebensgrundlage gehört, ohne die keine lebenswerte Zukunft vorstellbar ist.

Die Ausstellung  zeigt Arbeiten von Michael 'Mike' Jansen, Halina Jaworski, Abndre Chi Sing Yuen, Klaus Geldmacher, Victor Sanovec, Arandus, Max Schulz, Ursula Hirsch, Frank Schablewski, Uwe Dieter Bleil.

Wieder H offen. Ausstellung u.a. mit Michael 'Mike' Jansen, Halina Jaworski, Ursula Hirsch, Andre Chi Sing Yuen in der Galerie D'Hamé.

Wieder H offen. Ausstellung u.a. mit Michael 'Mike' Jansen, Halina Jaworski, Ursula Hirsch, Andre Chi Sing Yuen in der Galerie D'Hamé.

05.12.2020 - 05.02.2021
Mi-Fr 15:00 - 19:00, Sa 11:00-16:00 Uhr
Termine nur nach Vereinbarung. Es gelten die Pandemievorschriften.
Ausstellung findet auch Digital auf Facebook und auf Instagram statt.

Galerie D'Hamé
Schlossstr. 29
Mühlheim/Ruhr

 

 

Welt-Aids-Tag

Aids, Corona und andere Pandemien können nur gemeinsam besiegt werden
- oder gar nicht.

Mehr als 12 Millionen Menschen sind weltweit immer noch und immer wieder ohne möglich HIV-Behandlung. Dies trifft ganz besonders hart Menschen in den Entwicklungsländern, der sog. Dritten Welt. Durch Corona wird die mangelhafte Versorgung  noch verschärft. Es ist eine traurige Erkenntnis, dass aufgrund der Corona-Pandemie  sich der Zahl von nahezu 700.000 Toten aus dem vergangenen Jahr noch einmal um über 100.000 Tote vermehren wird. Das Übel ist jedoch damit beschrieben, jedoch noch kein bisschen einer Lösung näher gerückt.. Wollen wir wirklich mehr Schutz für uns, so benötigen wir einen Schutz für alle Menschen. Dies ist nicht nur ein Gebot der Mitmenschlichkeit, sondern auch ein Gesetz der Vernunft.  In einer globalen Welt gibt es keine Abschottung, deshalb gilt um so mehr: Alles was Du dem Anderen angedeihen läßt, hilft Dir auch selbst.

Heinz Zolper, Dame als Symbol. Multiple I Schmuckanstecker. ArtForum Editions

Ein Zeichen setzen für Liebe und Respekt.                   (c) Heinz Zolper, Dame als Symbol. Multiple I Schmuckanstecker. ArtForum Editions

Zolper - Dame mit Aids. ArtForum Editions. Global Galleries

(c) Zolper - Dame mit Aids. ArtForum Editions.      Global Galleries

Es ist deshalb ein nicht nachzulassendes gesellschaftspolitisches Gebot Pandemien jeder Art mit allen sinnvollen Maßnahmen einzudämmen und hoffentlich zum Stillstand zu bringen. So wie Aids indirekt von Corona betroffen ist, wenn die Versorgung mit Therapien nicht im ausreichend möglichen Maße allen Betroffenen zugänglich gemacht wird, so sind auch andere Co-Faktoren wie die Zunahme von häuslicher und sexueller Gewalt, mangelnde Hygiene-Standards und mangelhafte Bildung zu bekämpfen. Wenn eines durch die Corona-Bekämpfung deutlich geworden ist: finanzielle Mittel zur Hilfe für betroffene Menschen sind Gottseidank vorhanden.  Was es braucht, ist aber auch die Erkenntnis einer gesellschaftlichen Vernetzung, der politische Wille zur Umsetzung der Hilfe - und unser aller Solidarität.
Denn Welt-Aids-Tag ist nicht nur heute. Aids-Tag ist-  bis zur Eindämmung dieser Seuche - jeden Tag. 

P.M.

POSITION BEZIEHEN

Dame als Symbol - Statement für Respekt und Menschenwürde

Heinz Zolper ist ein deutscher Künstler, der wie kaum ein anderer sich seit Jahrzehnten für Frauen- und Genderrechte, grundsätzlich für Menschenrechte mit Mitteln der Kunst einsetzt. Die Winter Stiftung Hamburg begleitet und unterstützt den Künstler in seinem Vorhaben in Zusammenarbeit mit der Artforum Culture Foundation und weiteren Stiftungen und Gruppen.  Respekt und Menschenwürde sind unveräußerliche Werte, die die Gesellschaft - und damit auch jedeIr Einzelne verteidigen muss. Ein besonderes Anliegen des Künstlers ist es deshalb die Öffentlichkeit für die Notwendigkeit eines solchen Engagements zu sensibilisieren und zu gewinnen. Ein wichtiges Projekt, dass gerade die Unterstützung vieler Menschen, besonders der Kommunen, Länder und des Bundes einfordert, ist der Schaffung und Errichtung von lebensfrohen Mahnmalen im sozialen Raum gewidmet. Markantes Zeichen ist dabei das stilisierte Porträt einer Dame, die Bestandteil seiner Ikonografie in der Malerei ist, immer wieder variiert mit verschiedenen Attributen. Zugleich hat Zolper dieses Symbol auch in andere Disziplinen wie Grafik oder Plastik übertragen.  

Heinz Zolper, Dame als Symbol. Multiple I Schmuckanstecker. ArtForum Editions

(c) Heinz Zolper, Dame als Symbol. Multiple I Schmuckanstecker. ArtForum Editions

Bereits Andy Warhol, mit dem Zolper über viele Jahre befreundet war,  hatte die Bedeutung des Dame-Symbols als Markenzeichen einer soziopolitischen Positionierung wertgeschätzt. Jetzt hat der Künstler in Zusammenarbeit mit ArtForum Editions ein Multiple gestaltet, das als Schmuckanstecker aus Emaille getragen werden kann. Das Multiple ist handgefertigt aus Emaille auf Eisen, Höhe 5 cm, rückseitig vom Künstler signiert. 
Die „Dame als Symbol“ ist aber nicht nur Kunstwerk und ein wundervolles Schmuckstück, sondern sie ermöglicht es seiner Trägerin oder seinem Träger Position zu beziehen für gegenseitigen Respekt, für die Notwendigkeit der Emanzipation und Gendergerechtigkeit, für soziales Engagement und einen nicht nachzulassenden Einsatz für Menschenrechte - allesamt fragile Werte, die es zu stärken gilt.

Das Multiple kann zum Subskriptionspreis für 50 Euro pro Objekt direkt online bestellt werden bei H.Z@lper.de  
oder bei ArtForum Editions  oder bei der Winter Stiftung Hamburg. 

Erlöse fliessen in das Non-profit-Projekt für Dame-Großskulpturen im öffentlichen Raum.
Wenn Sie das Projekt auch zusätzlich unterstützen möchten, überweisen Sie bitte Ihre Spende unter dem Stichwort "Menschenwürde" auf unser Stiftungskonto. Ihre Spenden sind steuerabzugsfähig.

NOT FULLY HUMAN, NOT HUMAN AT ALL

Kunstverein in Hamburg. Not Human at all

(c) Kunstverein in Hamburg. Not Human at all. Ausstellungsansicht.

Ausstellung im Kunstverein in Hamburg
24.10.2020 - 24.1.2021

Teilnehmende Künstler*innen: Saddie Choua, Valentina Desideri , Denise Ferreira da Silva , Arely Amaut, Nilbar Güreş, Ibro Hasanović, Jelena Jureša, Doruntina Kastrati, Kaltrina Krasniqi, Pedro Neves Marques, Christian Nyampeta, Daniela Ortiz, Monira Al Qadiri, Lala Raščić und Kengné Téguia
Die Gruppenausstellung Not Fully Human, Not Human at All im Kunstverein Hamburg beschreibt aktuelle Dehumanisierungsprozesse. Unter Dehumanisierung wird die Entmenschlichung und damit Herabwürdigung von Menschen durch andere Menschen verstanden, die sich in der Diffamierung und Ausgrenzung des Anderen äußert. Strenge Einwanderungspolitik, neue Formen des Nationalismus, eingeschränkter Zugang zu medizinischer Versorgung, neoliberaler Druck auf staatliche Wirtschaftspolitik, die Erosion der Rechte ausländischer Arbeitskräfte trifft auf eine Überhöhung der kulturellen und moralischen Instanz Europas. Parallel zu diesen Entwicklungen werden stillschweigend die Kriterien, wer überhaupt als Mensch zu betrachten sei, neu formuliert. Europa dient hier als geografischer und kultureller Rahmen für die Reflexion von Dehumanisierungsentwicklungen, die derzeit vieles Handeln prägt, das innerhalb der europäischen Grenzen von Menschen im Namen der „Menschlichkeit“ verübt werden.  
Diese Ausstellung findet zu einer Zeit statt, in der ein weltweiter Ausnahmezustand im Zusammenhang mit COVID-19 den ohnehin unzureichenden Zugang zu medizinischer Versorgung als ein grundlegendes Menschenrecht verschärft haben; und sie geht einher mit einer Zunahme rechtsextremer Politik, die von entmenschlichenden Gewalttaten inspiriert scheint. Unter diesen aktuellen Bedingungen erscheint es dringend erforderlich, diese Entwicklungen bewusst wahrzunehmen und unsere Kritik im Rahmen künstlerischer Produktion und in Kunstinstitutionen zum Ausdruck zu bringen.

Kuratorinnen: Nataša Petrešin-Bachelez, Bettina Steinbrügge. Kuratorische Beratung: Bruno Leitão, Monica de Miranda, HANGAR (Lisbon, Portugal), Donjetë Murati, Ares Shporta, Lumbardhi (Prizren, Kosovo), João Mourão, & Luís Silva, (Kunsthalle Lissabon), Emilie Villez, KADIST (Paris), Pieternel Vermoortel, Netwerk (Aalst, Belgium).
Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit KADIST, wo in 2021 eine Adaption der Ausstellung präsentiert wird.
Mit freundlicher Unterstützung der Kulturstiftung des Bundes, Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt.

Klosterwall 23 - 20095 Hamburg
SOFT OPENING
23.10.2020, 12-20 Uhr
Der Eintritt ist frei 

PERFORMANCE
23.10.202, 18 Uhr
Kengné Téguia - Origins

KÜNSTLER*INNENFÜHRUNG & GESPRÄCH 
24.10.2020, 15 Uhr 

KURATORINNENFÜHRUNG 
29.10. / 12.11. / 3.12. / 14.1. / 17 Uhr
Mit Bettina Steinbrügge

ONLINE-SYMPOSIUM
Mit u.a. Francisco Godoy Vega, Nina Möntmann, Jelena Petrović, Nora Sternfeld, allen Projektpartner*innen und teilnehmenden Künstler*innen 

Session I, 3.11.2020, 17-20 Uhr
Session II, 10.11.2020, 17-19 Uhr
Session III, 17.11.2020, 17-19 Uhr
Session IV, 24.11.2020, 17-19 Uhr

SCREENING
26.11.2020, 14.1.2021, 18.30 Uhr
Pedro Neves Marques – A Mordida 

 

Monika von Eschenbach – virtuelle Ausstellung

Kunstpräsentation in Zeiten von Corona

Am 21.09.2020 eröffnet der Kunstsalon KunstStücke by Dettmer in Köln die virtuelle Ausstellung von Monika von Eschenbach. 
Die Winter Stiftung ist der Künstlerin seit Jahren verbunden, gleichfalls hat die Künstlerin die Ziele der Stiftung durch Spende von Meisterwerken der zeitgenössischen Kunst unterstützt.   
KunstStücke by Dettmer lädt dazu ein online die skulpturale Fotokunst der Künstlerin zu entdecken. Die virtuelle Ausstellung möchte auch Lust machen auf die voraussichtlich Anfang des Jahres 2021 (Covid-19 abhängig) stattfindende Ausstellung Fata Morgana - die  gemeinsam mit einer Werkschau der Malerin Jana Dettmer  innovative Kunstpositionen vorstellen wird.

Monika von Eschenbach, virtuelle Ausstellung. KunstStücke by Dettmer

(c) Monika von Eschenbach, virtuelle Ausstellung. KunstStücke by Dettmer

Monika von Eschenbach, geb. 1965 in Eschenbach ί. d. Opf., Bayern, ist bildende Künstlerin und Architektin. Als Reisende, die immer wieder aufs Neue die Welt erkundet, hat sie ihre Heimatverbundenheit neu entdeckt. Dies eröffnet ihr auch in der Kunst neue Wege zu gehen. Nach ihrem Architekturstudium lebte und arbeitete sie u. a. in San Francisco, in Alaska, in Basel und hat seit 1993 ihren Mittelpunkt in Köln gefunden. Schon während des Architekturstudiums befasste sie sich mit freier Fotografie und plastischen Arbeiten.
Sie assistierte bei Multimedia-Künstler Michael Jansen, bei dem konzeptuellen Fotokünstler Heinz-Günter Mebusch sowie bei der Objektemacherin und Fotokünstlerin Vera Isler-Leiner.

Der Link zur virtuellen Ausstellung ist ab 21.09. auf der Webseite des Kunstsalons freigeschaltet. Ein Besuch der virtuellen Ausstellung ist sehr zu empfehlen. Alle Werke sind käuflich.
KunstStücke by Dettmer | art projects | Stammheimer Straße 15 | 50735 Köln 

HUMOR NACH #METOO

BEING LAID UP WAS NO EXCUSE FOR NOT MAKING ART

(c)Kunstverein Hamburg - Lerato Shadi

(c) Kunstverein Hamburg

Kunstverein in Hamburg
in Zusammenarbeit mit dem Kurzfilm Festival Hamburg      

Teilnehmende KünstlerInnen: Sarah Abu Abdallah, Pauline Curnier Jardin, Katrina Daschner, Nazli Dincel, Cordula Ditz, VALIE EXPORT, Chris Hegedus, Luise Helm, Fabian Hesse, Kerstin Honeit, Sarah Jacobson, RP Kahl, Matt Kazmann, Helene Kummer, Dörte F. Meyer, D.A. Pennebaker, Laure Prouvost, Jennifer Reeder, Kathrin Resetarits, Pipilotti Rist, Isabella Rossellini, Susanne Sachsse, Jessica Swale, Athina Rachel Tsangari, Tatjana Turanskyj, Saralisa Volm und Vanessa Stern. Kuratorin: Bettina Steinbrügge.

Wie die meisten Bereiche unseres Lebens hat auch die Kunst- und Kulturszene in den vergangenen Monaten erheblich unter der Corona-Krise gelitten und tut es noch. In einer Umbruchphase wie dieser liegt allerdings auch die Chance begründet, die eigenen Arbeitsweisen zu überdenken und neue Möglichkeiten der Kunstpräsentation zu entwickeln.
In Zusammenarbeit mit dem Kurzfilm Festival Hamburg werden als deutliches Zeichen und erlebbares Gefühl das Zusammenrücken und das Zeigen von Solidarität aller Kunstschaffenden vermittelt. Der Kunstverein in Hamburg setzt mit der experimentellen Ausstellungsserie BEING LAID UP WAS NO EXCUSE FOR NOT MAKING ART ein solches Zeichen der Solidarität: In zwei Kapiteln sind ProtagonistInnen aus verschiedenen Bereichen der Hamburger Kunst- und Kulturszene über den Sommer eingeladen, ihre Arbeiten gemeinsam mit vielen internationalen KollegInnen zu präsentieren. Die Besucher können sich auf überraschende Einblicke in dieses aktuelle Kunstgeschehen freuen.

HUMOR NACH #METOO  27.6. – 11.10.2020

Das erste Kapitel der Ausstellungsserie fragt nach der Notwendigkeit eines Kulturwandels, ohne sich jedoch Dogmen zu verschreiben. Dreh- und Angelpunkt ist die ganz simple Frage: Was ist eigentlich lustig, und wie geht es weiter? - Humor nach #MeToo: Worüber wollen wir lachen? Was brauchen wir? Wie möchten wir miteinander leben und was bedarf es dafür? Gerade auch in Zeiten von Kontaktbeschränkungen stellt sich diese Frage neu. In Installationen, Filmvorführungen, Performances und Gesprächen über verschiedene Generationen hinaus sollen gemeinsam Gesellschaftsformen diskutiert werden.

CORONA SOUND SYSTEM  22.8. – 11.10.2020

Die experimentelle Ausstellung Corona Sound System lässt die Hörerfahrung in den Vordergrund treten und verändert dabei auch das visuelle Erleben. Was ist/kann der Ausstellungsraum im Kontext von Sound? Im leeren Raum mit weißen Wänden in einer funktionierenden Ausstellungsarchitektur gibt es verstreut im gebotenen Abstand Sitzgelegenheiten.
Im Corona Sound System arbeiten u.a. Schwabinggrad Ballett & Arrivati an einer Audio-Installation, die Positionen, Stimmen, Mythen und Analysen aus dem globalen Süden und den sozialen Peripherien komponiert. Das Hamburger Kollektiv aus Kulturschaffenden, AktivistInnen, People of Color und Geflüchteten erörtert mit Vertrauensleuten weltweit die Pandemie. Es geht um Fragen wie: Was ist eigentlich besorgniserregender als das Virus? Und warum? Wer macht sich das Virus zunutze? Wer sind die Experten für das Virus? Was macht sie zu Experten? Was wird das neue Normal sein?  Das ist der Ausgangspunkt, dem andere Töne folgen, die in verschiedene Richtungen senden, die zum Nachdenken anregen oder Aufrütteln möchten. Dies soll mit gebotener Leichtigkeit präsentiert werden. Vielleicht kann auch getanzt werden.